Am 30.12.2025 wurde in einem Betrieb mit 300.000 Legehennen in Warhem (Hauts-de-France) die hochpathogene aviäre Influenza (HPAI) nachgewiesen. Dies folgt auf einen Ausbruch im belgischen Veurne (nur 5 km entfernt) am 23.12.2025.
Erreger: Influenza-A-Virus (H5N1).
Übertragung: Kontakt mit infizierten Vögeln, deren Ausscheidungen oder kontaminiertem Futter/Wasser. Zoonotische Übertragung auf Menschen ist selten, aber möglich.
Symptome: Hohes Fieber, Husten, Atemnot; seltener Bindehautentzündung und Magen-Darm-Beschwerden.
Komplikationen: Schwere Lungenentzündung, akutes Lungenversagen; hohe Letalität bei Infektion mit H5-Stämmen.
Therapie: Antivirale Medikamente (z. B. Oseltamivir), idealerweise innerhalb von 48 Stunden nach Symptombeginn.
Bewertung der Situation
Für die einheimische Bevölkerung besteht ein geringes Risiko, sofern kein direkter Kontakt zu Geflügel besteht. Reisende sollten Geflügelmärkte meiden. In Deutschland führt die Lage zu erhöhter Wachsamkeit entlang der Zugvogelrouten. Unternehmen der Agrarwirtschaft erleiden durch Keulungen und Handelsbeschränkungen (10-km-Sperrzone) massive finanzielle Einbußen; Lieferketten für Eier und Geflügelfleisch in Nordfrankreich und Westflandern sind unterbrochen.
Empfehlungen
Reisende: Meiden Sie Geflügelfarmen und Märkte für lebende Tiere. Berühren Sie keine toten oder kranken Vögel. Achten Sie auf durchgegartes Fleisch und Eier.
Unternehmen: Striktes Einhalten der Biosicherheitsmaßnahmen (Aufstallungspflicht, Desinfektionsschleusen). Mitarbeiter mit Tierkontakt sollten gegen die saisonale Grippe geimpft sein, um Virus-Reassortierungen zu verhindern.
Quelle der Meldung
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