In Katalonien (Spanien) wurden bis zum 19.03.2026 insgesamt 232 Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in zehn Gemeinden bestätigt. Die Ausbreitung schreitet geografisch weiter voran, zuletzt mit einem Erstnachweis in Sabadell.

Erreger: Afrikanisches Schweinepestvirus (ASFV).

Übertragung: Direkter Kontakt zwischen Tieren, kontaminierte Materialien oder Kadaver; keine Übertragung auf den Menschen.

Inkubationszeit: Mehrere Tage.

Symptome bei Tieren: Fieber, Schwäche, Blutungen, hohe Sterblichkeit.

Komplikationen: Nahezu 100 % Sterblichkeit bei Hausschweinen.

Therapie: Keine Behandlung verfügbar; Bekämpfung durch Keulung und Biosicherheitsmaßnahmen.

Bewertung der Situation

Für die Bevölkerung und Reisende besteht kein Gesundheitsrisiko. Für die Landwirtschaft ist die Situation jedoch kritisch, da ein Übergreifen auf Hausschweinbestände erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen kann. Für Deutschland besteht ein indirektes Risiko durch mögliche Ausbreitung in Europa. Unternehmen der Fleisch- und Agrarwirtschaft sind besonders betroffen.

Empfehlungen

Reisende: Kontakt mit Wildschweinen und tierischen Produkten vermeiden; keine Lebensmittelreste in der Natur entsorgen.
Unternehmen: Strenge Biosicherheitsmaßnahmen umsetzen, Transporte kontrollieren und Mitarbeitende sensibilisieren: Keine Mitnahme von tierischen Produkten bei Rückreise! Dies kann einen Verstoß gegen Seuchenschutzvorschriften darstellen.

Quelle der Meldung

Spanisches Ministerium für Landwirtschaft