In Kolumbien wurde ein weiterer Anstieg der Gelbfieberfälle gemeldet. Bis zum 17.03.2026 wurden bereits 30 bestätigte Fälle sowie 11 Todesfälle registriert, was einer Fallsterblichkeitsrate von etwa 36,6 % entspricht. Insgesamt wurden zudem 390 Verdachtsfälle gemeldet. Alle bestätigten Fälle im Jahr 2026 traten im Departamento Tolima auf.

Erreger: Gelbfiebervirus (Flavivirus)

Übertragung: Durch Mückenstiche (insbesondere Haemagogus- und Sabethes-Arten im sylvatischen Zyklus)

Inkubationszeit: 3–6 Tage

Symptome: Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit; in schweren Fällen Gelbsucht, Blutungen und Organversagen

Komplikationen: Hämorrhagisches Fieber, Leber- und Nierenversagen, hohe Letalität

Therapie: Supportive Behandlung, keine spezifische antivirale Therapie

Bewertung der Situation

Die Situation zeigt eine anhaltende Übertragung im sylvatischen Zyklus mit Spillover auf den Menschen. Die Konzentration der Fälle in Tolima deutet auf eine lokale Intensivierung hin. Die vergleichsweise hohe Letalität unterstreicht die klinische Schwere der Erkrankung. Für Reisende in betroffene Regionen besteht ein relevantes Risiko, insbesondere ohne Impfschutz.

Empfehlungen

Reisende: Impfung gegen Gelbfieber vor Aufenthalt in betroffenen Gebieten sowie konsequenter Mückenschutz.
Unternehmen: Sicherstellung des Impfschutzes bei Geschäftsreisenden und Sensibilisierung für Expositionsrisiken.

Quelle der Meldung

Ministerio de Salud de Colombia / Instituto Nacional de Salud / Infobae