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In der Dominikanischen Republik wurden bis Mitte April 2026 insgesamt 74 laborbestätigte Leptospirose-Fälle registriert. Dies entspricht einem Anstieg von etwa 50 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Vier Todesfälle wurden im Zusammenhang mit der Erkrankung gemeldet. Die Zunahme der Fälle steht im Zusammenhang mit anhaltenden Regenfällen und Überschwemmungen in mehreren Provinzen des Landes.

Erreger: Leptospira-Bakterien

Übertragung: Kontakt mit Wasser oder Boden, die durch Urin infizierter Tiere – insbesondere Nagetiere – kontaminiert sind

Inkubationszeit: Meist 2–30 Tage

Symptome: Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Wadenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Gelbsucht

Komplikationen: Weil-Krankheit, Leber- und Nierenversagen, Lungenblutungen

Therapie: Frühzeitige antibiotische Behandlung und supportive Therapie

Bewertung der Situation

Die aktuelle Zunahme der Leptospirose-Fälle steht in engem Zusammenhang mit Überschwemmungen und schlechten hygienischen Bedingungen nach starken Regenfällen. Überschwemmtes Wasser begünstigt die Verbreitung von Leptospira-Bakterien und erhöht insbesondere in dicht besiedelten urbanen Gebieten sowie in landwirtschaftlich geprägten Regionen das Expositionsrisiko. Die gemeldeten Todesfälle verdeutlichen das Risiko schwerer Krankheitsverläufe bei verzögerter Diagnosestellung oder Behandlung. Das Risiko bleibt insbesondere für Personen erhöht, die mit kontaminiertem Wasser oder Schlamm in Kontakt kommen.

Empfehlungen

Reisende: reisemedizinische Beratung frühzeitig in Anspruch nehmen. Kontakt mit stehendem oder überschwemmtem Wasser vermeiden, wasserdichte Schutzkleidung tragen und auf konsequente Handhygiene achten. Bei Fieber oder grippeähnlichen Symptomen nach möglicher Exposition frühzeitig medizinische Hilfe aufsuchen.
Unternehmen (Bau-/Landwirtschafts-/Hilfssektor): Arbeitsmedizinische Vorsorge für entsandte Mitarbeiter. Mitarbeitende über Infektionsrisiken informieren, persönliche Schutzausrüstung bereitstellen und Maßnahmen zur Schädlingskontrolle sowie Hygiene in Arbeitsbereichen verstärken.

Quelle der Meldung

Listín Diario / El Día / DiarioSalud

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Dr. med Til Berger

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