Seit der erstmaligen Bestätigung von Tollwut im März 2024 kommt es in Timor-Leste zu anhaltender und zunehmender Übertragung, vor allem unter Hunden. Bis Oktober 2025 wurden 22 menschliche Todesfälle registriert, davon 20 allein im Jahr 2025. Betroffen sind mehrere Gemeinden landesweit.

Erreger: Rabiesvirus (Lyssavirus).

Übertragung: Biss- oder Kratzverletzungen durch infizierte Tiere, überwiegend Hunde.

Symptome: Nach Inkubationszeit neurologische Symptome (Schluckstörungen, Angst, Lähmungen)

Komplikationen: Tollwuterkrankung ist IMMER tödlich.

Therapie: Keine Heilung nach Symptombeginn; Prävention durch sofortige Wundreinigung, Impfung und Immunglobulin (Postexpositionsprophylaxe PEP).

Bewertung der Situation

Hohes Risiko für die lokale Bevölkerung durch niedrige Impfquoten bei Hunden und unvollständige PEP. Reisende mit Tierkontakt sind gefährdet. Für Deutschland kein direktes Risiko, jedoch Relevanz für Reisemedizin. Unternehmen vor Ort sind durch Krankheitsausfälle und Präventionsmaßnahmen betroffen.

Empfehlungen

Reisende: Tierkontakte vermeiden, bei Biss sofort medizinische Hilfe suchen; Impfung vor Reiseantritt.
Unternehmen: Aufklärung, Notfallpläne nach Tierbissen, Unterstützung des Zugangs zu PEP.

Quelle der Meldung

WOAH-WAHIS / WHO-SEARO / ASIA-WOAH