In Ghana wurden bis zum 17.04.2026 insgesamt 1062 bestätigte Mpox-Fälle sowie acht Todesfälle registriert. Das Virus hat sich inzwischen in allen 16 Regionen des Landes ausgebreitet, was auf eine flächendeckende Transmission hinweist. Der Ausbruch begann im Mai 2025 und zeigt weiterhin eine anhaltende Dynamik mit fortlaufender Fallzunahme. Nationale Gesundheitsbehörden führen umfassende Maßnahmen wie Kontaktverfolgung und Impfkampagnen für Risikogruppen durch.
Erreger: Monkeypox-Virus (MPXV, Orthopoxvirus)
Übertragung: Enger Kontakt mit infizierten Personen (Hautläsionen, Körperflüssigkeiten), Tröpfcheninfektion bei engem Face-to-Face-Kontakt sowie kontaminierte Gegenstände
Inkubationszeit: 5–21 Tage (typisch 6–13 Tage)
Symptome beim Menschen: Fieber, Hautausschlag (vesikulär/pustulös), Lymphknotenschwellung, Kopf- und Muskelschmerzen
Komplikationen: Sekundärinfektionen, Atemwegsbeteiligung, Enzephalitis (v. a. bei Kindern und immungeschwächten Personen)
Therapie: Symptomatische Behandlung; in schweren Fällen antivirale Therapie (z. B. Tecovirimat) möglich
Bewertung der Situation
Die landesweite Verbreitung zeigt eine etablierte Mensch-zu-Mensch-Transmission mit stabilen Infektionsketten. Die im Vergleich zu früheren Ausbrüchen niedrigere Fallsterblichkeit deutet auf verbesserte Diagnostik und Versorgung hin, gleichzeitig bleibt die absolute Fallzahl hoch.
Für Reisende ist das Risiko aktuell als gering bis moderat einzuschätzen, abhängig von Exposition und Kontaktverhalten. Für Europa besteht derzeit kein unmittelbares Risiko, jedoch weiterhin ein Importationspotenzial durch Reisetätigkeit. Unternehmen mit Mitarbeitenden vor Ort können durch gesundheitliche Risiken sowie organisatorische Einschränkungen betroffen sein.
Empfehlungen
Reisende: Kontakt zu erkrankten Personen und potenziell kontaminierten Materialien vermeiden; Hygienemaßnahmen einhalten; bei Symptomen frühzeitig medizinische Abklärung. Reisemedizinische Beratung vor der Reise aufsuchen
Unternehmen (mit Entsendungen): Mitarbeitende über Übertragungswege und Symptome informieren; arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen; betriebliche Präventionsmaßnahmen und Hygienekonzepte sicherstellen; Notfall- und Evakuierungspläne prüfen; medizinische Versorgung vor Ort evaluieren und ggf. Zugang zu Diagnostik und Behandlung sicherstellen.
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