Bis zum 26.07.2026 wurden auf Mayotte 43 Mpox-Fälle registriert, darunter 23 autochthone und 19 importierte Fälle. Acht neue Fälle wurden seit Ende Juni gemeldet. 30 Erkrankte sind Männer. Bei 34 der 43 Fälle (79 %) wurde ein sexuelles Übertragungsrisiko angegeben. Die Fälle verteilen sich inzwischen auf zehn von 17 Gemeinden.
Erreger: Mpox-Virus (MPXV), im aktuellen Geschehen Clade Ib.
Übertragung: Vor allem durch engen Haut- und Schleimhautkontakt, insbesondere bei sexuellen Kontakten; auch über engen Kontakt mit Erkrankten.
Symptome: Hautausschlag, Läsionen, Fieber und Lymphknotenschwellungen.
Komplikationen: Schwere Verläufe sind möglich.
Therapie: Unterstützend; bei schweren Verläufen kommen antivirale Behandlungen infrage.
Bewertung der Situation
Die acht neuen Fälle zeigen, dass Übertragungsketten bislang nicht vollständig unterbrochen wurden. Besonders relevant ist der hohe Anteil importierter Infektionen aus Madagaskar, wo weiterhin eine umfangreiche Mpox-Zirkulation besteht. Die Ausbreitung auf zehn Gemeinden erhöht das Risiko unerkannter Übertragungsketten. Todesfälle wurden bislang nicht gemeldet.
Empfehlungen
Reisende: Vor Reiseantritt eine reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen. Engen körperlichen und sexuellen Kontakt zu Erkrankten vermeiden, persönliche Gegenstände nicht gemeinsam nutzen und bei Symptomen frühzeitig medizinische Hilfe suchen. Für risikopersonen steht ein Impfstoff zur Verfügung.
Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Beschäftigte über Übertragungswege und Hygienemaßnahmen informieren und bei Verdachtsfällen eine zeitnahe medizinische Abklärung ermöglichen.
Quelle
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