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Japan verzeichnet weiterhin eine hohe Zahl an Syphilisfällen. Bis zur epidemiologischen Woche 35 wurden 7.700 Fälle gemeldet, davon 164 allein in einer Woche. Besonders häufig wurden frühe symptomatische Erkrankungen registriert. Gleichzeitig besteht ein anhaltender Engpass bei Penicillin, einem wichtigen Medikament zur Behandlung der Syphilis.

Erreger: Treponema pallidum, ein Bakterium.

Übertragung: Vor allem durch sexuellen Kontakt; eine Übertragung von der Mutter auf das ungeborene Kind ist möglich.

Symptome: Je nach Stadium schmerzloses Geschwür, Hautausschlag und weitere systemische Beschwerden; unbehandelt sind Spätfolgen möglich.

Komplikationen: Neurologische und kardiovaskuläre Schäden sowie kongenitale Syphilis.

Therapie: Penicillin ist die zentrale Therapie; wegen des Engpasses gelten besondere Empfehlungen zur Verfügbarkeit und Vermeidung von Vorratshaltung.

Bewertung der Situation

Einheimische Bevölkerung: Anhaltend hohe Übertragungsaktivität und erschwerte Behandlung durch Lieferengpässe.

Reisende: Infektionsrisiko bei ungeschütztem Sexualkontakt.

Deutschland: Importierte Infektionen durch Reisende sind möglich.

Unternehmen: Bei Entsendungen besteht insbesondere ein Risiko bei ungeschütztem Sexualkontakt; medizinische Versorgung vor Ort sollte berücksichtigt werden.

Empfehlungen

Reisende: Safer Sex praktizieren und bei Verdacht frühzeitig ärztliche Untersuchung durchführen lassen.

Unternehmen, die Mitarbeiter entsenden: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Beschäftigte über STI-Prävention und medizinische Anlaufstellen im Zielland informieren.

Quelle der Meldung

JSSTI | dmenu | guancha | JAPANTODAY

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