Seit Juli 2026 melden mehrere US-Bundesstaaten einen Anstieg menschlicher Tollwutexpositionen. Im Juli und August registrierte die CDC 17 % mehr tollwutbezogene Anfragen als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig stieg die Nutzung von Tollwutimpfstoffen um 33 % und von Tollwut-Immunglobulinen um 76 %. Aus mindestens acht Bundesstaaten wurden zudem Fehler bei der Postexpositionsprophylaxe (PEP) gemeldet.
Erreger: Tollwutvirus (Lyssavirus), RNA-Virus
Übertragung: Bisse, Kratzer oder Speichelkontakt infizierter Tiere, insbesondere Fledermäuse
Inkubationszeit: Wochen bis Monate
Symptome: Fieber, neurologische Beschwerden, Schluckstörungen und Krampfanfälle
Komplikationen: Enzephalitis, Koma; nach Symptombeginn nahezu immer tödlich
Therapie: Vor Symptombeginn PEP mit Wundreinigung, Impfung und ggf. Immunglobulin; nach Symptombeginn überwiegend unterstützende Behandlung
Bewertung der Situation
Einheimische Bevölkerung: Erhöhte Expositionen, auch durch ungewöhnliche Tierarten.
Reisende: Risiko bei Tierkontakten, insbesondere mit Fledermäusen und Wildtieren.
Deutschland: Importierte Expositionen möglich.
Unternehmen: Relevant bei beruflichem Tierkontakt oder Entsendungen.
Empfehlungen
Reisende: Eine reisemedizinische Beratung wird empfohlen. Tierkontakte vermeiden; Wunden sofort 10–15 Minuten spülen und medizinisch abklären lassen.
Unternehmen, die Mitarbeiter entsenden: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Über Expositionsrisiken und PEP informieren und nach Tierkontakt eine umgehende medizinische Risikobewertung ermöglichen.
Quelle
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