In der Provinz Kasaï in der Demokratischen Republik Kongo wurden bis zur epidemiologischen Woche 37 insgesamt 77 Verdachtsfälle von Mpox und drei Todesfälle gemeldet. Bei 16 Fällen wurde die Infektion durch das Nationale Institut für biomedizinische Forschung (INRB) bestätigt. Betroffen sind mindestens neun Gesundheitszonen. In Luebo wurden 38 Verdachtsfälle, 13 bestätigte Fälle und alle drei Todesfälle registriert. In Mushenge wurden 13 Verdachtsfälle und drei bestätigte Fälle gemeldet.
Erreger: Mpox wird durch das Mpox-Virus verursacht, ein Orthopoxvirus aus der Familie der Poxviridae.
Übertragung: Die Übertragung erfolgt vor allem durch engen Kontakt mit Infizierten, Körperflüssigkeiten oder kontaminierten Materialien. Auch eine Übertragung durch infizierte Tiere ist möglich. Die Bedeutung einzelner Übertragungswege für den aktuellen Ausbruch ist noch nicht geklärt.
Symptome: Typisch sind Hautausschlag bzw. Bläschen, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und ausgeprägte Abgeschlagenheit.
Komplikationen: Möglich sind bakterielle Sekundärinfektionen, ausgeprägte Hautläsionen, Lungenentzündung, neurologische Komplikationen und insbesondere bei immungeschwächten Personen schwere oder tödliche Verläufe.
Therapie: Die Behandlung erfolgt überwiegend symptomatisch und unterstützend. Bei schweren Verläufen oder Risikopersonen kann eine antivirale Therapie erwogen werden. Eine Impfung kann zur Prävention und im Rahmen von Ausbruchskontrollmaßnahmen eingesetzt werden.
Bewertung der Situation
Der Ausbruch betrifft mehrere Gesundheitszonen der Provinz Kasaï, wobei Luebo derzeit den Schwerpunkt bildet. Für Reisende in die betroffenen Gebiete besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko bei engem Kontakt zu Erkrankten oder kontaminierten Materialien. Für Deutschland besteht kein unmittelbares Risiko einer lokalen Übertragung. Unternehmen sollten Mitarbeiter vor Entsendungen über die aktuelle Lage und geeignete Hygienemaßnahmen informieren.
Empfehlungen
Reisende: Vor Reiseantritt eine reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen. Enge Kontakte zu Erkrankten vermeiden, regelmäßige Handhygiene beachten und keinen Kontakt zu möglicherweise infizierten Tieren oder unzureichend gegartem Buschfleisch aufnehmen. Reisende, die Mitglieder von Risikogruppen sind können geimpft werden.
Unternehmen: Eine Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Entsandte Mitarbeiter sollten über Übertragungswege, Hygienemaßnahmen und das Vermeiden enger Kontakte zu Erkrankten informiert werden.
Quelle der Meldung
Agence Congolaise de Presse (ACP) – Mpox outbreak confirmed in Kasaï, 17.09.2026 | Radio Okapi – Mpox spreads across several health zones in Kasaï, 20.09.2026 | MediaCongo – 77 suspected mpox cases, including three deaths, 19.09.2026 | WHO – Multi-country outbreak of mpox, Situation Report No. 69, 14.09.2026
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