Situationsbeschreibung
Im Irak wurde in der Provinz Al-Anbar der Ausbruch der hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI H5N1) in Hausgeflügel bestätigt, was auf eine Westausbreitung des Virus durch Zugvögel hindeutet. Im Rahmen der Überwachung wurden 400 Fälle und 170 Todesfälle unter 125.000 Vögeln registriert. Rasche Kontrollmaßnahmen wie Quarantäne und Keulung wurden eingeleitet. Bislang wurden keine menschlichen Fälle gemeldet.
Erkrankung: HPAI wird durch das Influenza-A-Virus (H5N1) verursacht.
Übertragung: Hauptsächlich durch Kontakt mit infizierten Vögeln oder deren Sekreten/Kot.
Symptome: Beim Menschen grippeähnlich (Fieber, Husten).
Komplikationen: Schwere Lungenentzündung, Atemversagen, Tod.
Therapie: Supportivbehandlung; Virostatika (z. B. Oseltamivir) können eingesetzt werden.
Bewertung der Situation
Es wird ein „Spilover“ des Virus auf den Menschen befürchtet, unklar ist jedoch, ob dies überhaupt und ggfs. wann das stattfinden würde. Aufgrund einiger menschlicher H5N1-Todesfälle im Irak sind die Gesundheitsbehörden und die WHO alarmiert. Das Risiko für Reisende ist bei Meidung von Tierkontakten (inkl. Märkten) gering. Für Deutschland besteht keine direkte Gefahr. Geflügelwirtschaftliche Unternehmen müssen mit strengeren Biosicherheitsauflagen und möglichen Handelsbeschränkungen rechnen.
Empfehlungen
Reisende: Vermeiden Sie jeglichen Kontakt zu Geflügel, Geflügelmärkten und toten Vögeln. Achten Sie auf strikte Handhygiene.
Unternehmen: Überprüfen Sie lokale Lieferketten und erhöhen Sie die Biosicherheitsmaßnahmen auf Farmen.
Quelle der Meldung
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