In der Provinz Río Negro (Patagonien) wurde ein bestätigter Hantavirus-Fall gemeldet. Betroffen ist ein 19-jähriger Mann aus El Bolsón, der am 13.01.2026 positiv getestet und zur Überwachung in ein Krankenhaus in Bariloche verlegt wurde. Der klinische Verlauf ist derzeit mild, jedoch überwachungspflichtig. Zwölf enge Kontaktpersonen aus El Bolsón und dem Nordwesten der Provinz Chubut befinden sich vorsorglich für 21 Tage in Isolation. Hantavirus-Infektionen werden durch Viren aus der Familie Hantaviridae verursacht und meist durch Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Nagetiere übertragen; in Südargentinien ist beim Andes-Virus auch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung möglich.
Erreger: Hantavirus (wahrscheinlich Andes-Virus).
Übertragung: Inhalation virusbelasteter Aerosole aus Nagetierausscheidungen; selten Mensch-zu-Mensch bei engem Kontakt.
Symptome: Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, später Atemnot.
Komplikationen: Hantavirus-Lungensyndrom mit hoher Sterblichkeit.
Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; intensivmedizinische Unterstützung.
Bewertung der Situation
Für die lokale Bevölkerung besteht ein relevantes Risiko. Für Reisende ist das Risiko gering, aber erhöht bei Natur- und Outdooraktivitäten. Auswirkungen auf Deutschland sind unwahrscheinlich. Unternehmen vor Ort müssen Vorsorgemaßnahmen beachten.
Empfehlungen
Reisende: Kontakt mit Nagetieren vermeiden, geschlossene Räume vor Nutzung lüften, Schutzmaßnahmen bei Reinigungsarbeiten.
Unternehmen: Aufklärung, Schutzkonzepte für Mitarbeitende, Hygiene- und Umweltmaßnahmen.
Quelle der Meldung
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