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In der Kurgan Region wurden im ersten Quartal 2026 insgesamt 51 Fälle von Opisthorchiasis gemeldet, im Vergleich zu 86 Fällen im gesamten Jahr 2025. Die Inzidenz liegt damit drei- bis viermal über dem nationalen Durchschnitt. Besonders betroffen sind mehrere ländliche Bezirke sowie die Stadt Shadrinsk. Die Infektionen stehen im Zusammenhang mit dem Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Süßwasserfisch, insbesondere aus der Karpfenfamilie. Die Erkrankung wird durch den parasitären Leberegel Opisthorchis felineus verursacht und verläuft häufig chronisch und zunächst symptomarm.

Erreger: Opisthorchis felineus (parasitär, Trematode)

Übertragung: Verzehr von rohem/ungenügend gegartem Süßwasserfisch (v. a. Karpfenfische)

Inkubationszeit: wenige Wochen bis Monate

Symptome: Bauchschmerzen, Fieber, Lebervergrößerung, oft lange asymptomatisch

Komplikationen: Chronische Gallengangsentzündung, Pankreatitis, selten Gallengangskarzinom

Therapie: Antiparasitäre Behandlung (z. B. Praziquantel)

Bewertung der Situation

Die Situation weist auf ein endemisches Infektionsgeschehen hin, das stark durch lokale Ernährungsgewohnheiten geprägt ist. Die deutlich erhöhte Inzidenz im Vergleich zum Landesdurchschnitt zeigt strukturelle Herausforderungen bei Prävention und Aufklärung. Aufgrund des häufig chronischen und asymptomatischen Verlaufs besteht eine hohe Dunkelziffer. Für Reisende besteht ein erhöhtes Risiko beim Verzehr traditionell zubereiteter Fischprodukte. Auswirkungen auf Deutschland sind gering, importierte Einzelfälle sind möglich.

Empfehlungen

Reisende: Kein Verzehr von rohem, getrocknetem oder unzureichend gegartem Süßwasserfisch, auf sichere Zubereitung achten.
Unternehmen: Aufklärung von Mitarbeitenden bei Aufenthalten in betroffenen Regionen, Sensibilisierung für lebensmittelbedingte Risiken.

Quelle der Meldung

ura.news

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Dr. med Til Berger

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