Peru meldete bis zum 09.07.2026 insgesamt 34.820 Dengue-Fälle, darunter 26.983 laborbestätigte und 7.837 wahrscheinliche Fälle. Dies entspricht einem Anstieg von 22 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2025 (28.587 Fälle). Betroffen sind 21 Regionen, wobei Piura (5.596 Fälle) und San Martín (5.569 Fälle) zusammen rund ein Drittel aller Erkrankungen ausmachen. Insgesamt wurden 36 Todesfälle registriert, was einer niedrigeren Fallsterblichkeit (CFR 0,10 %) als im Vorjahr (0,17 %) entspricht. Die meisten Erkrankungen verliefen ohne Warnzeichen (84,1 %), schwere Verläufe machten lediglich 0,4 % aus.
Erreger: Dengue-Virus (Flavivirus; Serotypen DENV-1 bis DENV-4).
Übertragung: Stich infizierter Aedes-Mücken, insbesondere Aedes aegypti.
Inkubationszeit: 4–10 Tage.
Symptome: Plötzliches hohes Fieber, starke Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit, Hautausschlag und ausgeprägtes Krankheitsgefühl.
Komplikationen: Dengue mit Warnzeichen, hämorrhagisches Dengue-Fieber, Schocksyndrom, Organversagen und Tod.
Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; symptomatische Behandlung mit Flüssigkeitsersatz und engmaschiger Überwachung bei schweren Verläufen.
Bewertung der Situation
Die Dengue-Aktivität liegt deutlich über dem Vorjahresniveau, allerdings sind schwere Verläufe und Todesfälle seltener als 2025. Besonders betroffen sind die nördlichen Küstenregionen sowie das Amazonasgebiet. Klimatische Bedingungen, insbesondere ein möglicher El-Niño-Einfluss, könnten die Mückenpopulation weiter begünstigen und die Übertragung in den kommenden Monaten verstärken. Für Reisende besteht insbesondere in den betroffenen Regionen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Eine unmittelbare Gefahr für Deutschland besteht derzeit nicht, importierte Einzelfälle sind jedoch möglich.
Empfehlungen
Reisende: Konsequenter Mückenschutz durch Repellentien, lange Kleidung und Moskitonetze. Tagsüber ebenfalls auf Mückenschutz achten, da Aedes-Mücken überwiegend tagsüber stechen. Bei Fieber während oder nach der Reise sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Unternehmen: Mitarbeitende vor Dienstreisen reisemedizinisch beraten, wirksamen Mückenschutz bereitstellen und Beschäftigte über Symptome sowie notwendige Maßnahmen bei Erkrankungszeichen informieren.
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