eine Kuriosität wird im aktuellen Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch Institutes (RKI) berichtet: in Frankfurt sind 4 Mitarbeiter des Flughafens an Malaria erkrankt… ohne vorher in einem Malriaendemiegebiet gewesen zu sein! Die Infektion fand nach aktuellem Stand der Untersuchungen am Flughafen in Frankfurt statt. Die sog. „Flughafenmalaria“ ist sehr selten, also eher eine Kuriosität, kommt aber regelmäßig vor. So wurde der letzte Fall einer Flughafenmalaria im Jahr 2023 ebenfalls in Frankfurt berichtet.
Die Übertragung findet wahrscheinlich durch Mücken statt, die in Flugzeugen aus Malariaendemiegebieten mitreisen. Durch die Klimatisierung im Flugzeug während des Fluges, sind die die Mücken inaktiv, rasten und trinken kein Blut, sodass sie „hungrig“ in Deutschland ankommen. Sobald das Flugzeug abgestellt, damit nicht mehr gekühlt ist und bei den aktuell hohen sommerlichen Temperaturen werden die Tiere schnell wieder aktiv und stechen unter Umständen Reinigungs-, Gepäckabfertigungs- und Wartungspersonal. Um derartige Zwischenfälle zu verhindern werden Flugzeuge, die aus Malariaendemiegebieten in Deutschland landen mit Insektiziden ausgesprüht. Es sind aber auch andere Wege vorstellbar, so gibt es auch in Deutschland (z.B. am Starnberger See) Vorkommen der Malariamücke (Anopheles sp.), die von einem infizierten Menschen Malariaparasiten aufnehmen könnten und auf andere Menschen übertragen könnten.
Besteht Anlass zur Sorge? Nein, durch derartige einzelne Fälle und Ereignisse wird noch keine Malaria dauerhaft in Deutschland eingeführt. Gleichzeitig ist dieses Ereignis ein Beispiel für die Relevanz tropischer Infektionserkrankungen auch für unser Alltagsleben.
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