In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2026 erkrankten in Polai Khurd (Distrikt Kota, Rajasthan, Indien) etwa 85–115 Personen nach dem Verzehr von Golgappas (Pani-Puri) eines Straßenverkäufers. Betroffen waren Kinder, Erwachsene und ältere Menschen. Zwölf Erkrankte mussten in ein Gesundheitszentrum eingewiesen werden, die übrigen wurden in einem medizinischen Notfalllager vor Ort behandelt. Todesfälle wurden bislang nicht gemeldet.
Erreger: Noch nicht identifiziert; Laboruntersuchungen laufen.
Übertragung: Wahrscheinlich durch kontaminierte Lebensmittel oder verunreinigtes Wasser bei der Zubereitung der Golgappas.
Inkubationszeit: Vermutlich wenige Stunden.
Symptome: Erbrechen, Durchfall, starke Bauchschmerzen.
Komplikationen: Flüssigkeitsverlust (Dehydratation), insbesondere bei Kindern und älteren Menschen; schwere Verläufe bisher nicht berichtet.
Therapie: Symptomatische Behandlung mit Flüssigkeits- und Elektrolytersatz, gegebenenfalls stationäre Überwachung.
Bewertung der Situation
Das Ereignis weist die typischen Merkmale eines punktförmigen lebensmittelbedingten Ausbruchs auf. Die schnelle Erkrankung vieler Personen nach einer gemeinsamen Exposition spricht für eine Verunreinigung eines einzelnen Lebensmittels oder der verwendeten Wasserquelle. Während der Monsunzeit ist das Risiko für wasserbedingte Verunreinigungen erhöht. Für die lokale Bevölkerung besteht ein begrenztes, aber aktuelles Risiko. Für Reisende nach Rajasthan ergibt sich keine generelle Gefahr, jedoch sollte beim Verzehr von Straßenessen besondere Vorsicht gelten. Auswirkungen auf Deutschland sind nicht zu erwarten. Unternehmen mit entsandten Mitarbeitenden sollten auf Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene achten.
Empfehlungen
Reisende: Eine reisemedizinische Beratung wird empfohlen. Nur hygienisch zubereitete Speisen konsumieren, auf unbehandeltes Wasser und Straßenessen mit wasserhaltigen Zutaten verzichten, regelmäßig Hände waschen und bei anhaltendem Durchfall oder Erbrechen ärztliche Hilfe suchen.
Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Mitarbeitende vor Reisen zu Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene schulen, sichere Verpflegung bereitstellen und Notfallpläne für akute Magen-Darm-Erkrankungen vorhalten.
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