In Panama wurden bis zur 28. Kalenderwoche 2026 insgesamt 13 RSV-assoziierte Todesfälle gemeldet. Besonders betroffen sind Kleinkinder: Acht der Verstorbenen waren jünger als zwei Jahre, darunter ein 42 Tage altes Baby. Neun Todesfälle ereigneten sich allein zwischen den Kalenderwochen 23 und 28. Die RSV-Aktivität liegt laut Gesundheitsministerium über der epidemiologischen Warnschwelle.
Erreger: Respiratorisches Synzytial-Virus (RSV), ein RNA-Virus.
Übertragung: Tröpfchen- und Kontaktinfektion.
Symptome: Schnupfen, Husten, Fieber und Atembeschwerden.
Komplikationen: Bronchiolitis und Pneumonie, insbesondere bei Säuglingen.
Therapie: Vorwiegend symptomatisch; bei schweren Verläufen ist eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich.
Bewertung der Situation
RSV verursacht derzeit eine erhebliche Belastung der pädiatrischen Versorgung. Rund 45 % der respiratorischen Intensivaufnahmen im Hospital del Niño werden RSV zugeschrieben. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder sowie Menschen in abgelegenen und indigenen Regionen mit eingeschränktem Zugang zur medizinischen Versorgung. Die aktuelle Saison fällt zudem mit der Regenzeit und einer erhöhten Influenza-Aktivität zusammen.
Empfehlungen
Reisende: Vor Reiseantritt eine reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen. Gute Handhygiene, engen Kontakt zu Erkrankten vermeiden und bei Säuglingen Kontakte zu Personen mit Atemwegsinfektionen reduzieren.
Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Beschäftigte über Infektionsschutzmaßnahmen informieren und bei Erkrankungen das Arbeiten mit vulnerablen Personen vermeiden.
Quelle der Meldung
Panamaisches Gesundheitsministerium (Minsa) | infobae | la estrella
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