In Spanien wurden die ersten Fälle der West-Nil-Virus-Saison 2026 festgestellt. Am 27.07.2026 wurde das Virus bei drei Wildvögeln nachgewiesen: zwei Fälle in der Provinz Huelva (Andalusien) und ein Fall in Lleida (Katalonien). Zusätzlich waren bis 30.07.2026 sieben menschliche Fälle bestätigt, davon sechs in der Provinz Sevilla und einer in Alicante.
Erreger: West-Nil-Virus (WNV), ein durch Mücken übertragenes Flavivirus.
Übertragung: Vor allem durch den Stich infizierter Culex-Mücken; Vögel dienen als Reservoir. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht der normale Infektionsweg.
Symptome: Häufig symptomlos oder mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen.
Komplikationen: Selten neuroinvasive Erkrankungen wie Meningitis oder Enzephalitis; besonders gefährdet sind ältere und immungeschwächte Menschen.
Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; Behandlung erfolgt symptomatisch.
Bewertung der Situation
Die gleichzeitigen Nachweise bei Vögeln und Menschen in mehreren Regionen zeigen bereits zu Beginn der Saison eine multifokale Viruszirkulation. Die Hauptübertragungszeit in Europa liegt zwischen August und Oktober, sodass weitere Fälle zu erwarten sind. Für Reisende nach Spanien besteht insbesondere in mückenreichen Gebieten ein erhöhtes Risiko.
Empfehlungen
Reisende: Vor Reiseantritt eine reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen. Mückenschutz durch Repellents, lange Kleidung und möglichst mückensichere Unterkünfte.
Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Beschäftigte auf Mückenschutz hinweisen, insbesondere bei Tätigkeiten im Freien.
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