In Bangladesch wurde in der Rangpur Division der vierte humane Fall einer hochpathogenen aviären Influenza A(H5) im Jahr 2026 bestätigt. Betroffen ist ein Kind, bei dem die Symptome am 15. August 2026 begannen und das am 17. August hospitalisiert wurde. Das Kind entwickelte Fieber, Husten und Schnupfen. Die Infektion wurde mittels RT-PCR bestätigt. Als wahrscheinliche Infektionsquelle gilt der enge Kontakt zu erkrankten Enten und Hühnern im häuslichen Umfeld. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung wurde bislang nicht festgestellt.
Erreger: Das Influenzavirus A(H5N1) gehört zu den hochpathogenen aviären Influenzaviren und verursacht vor allem Erkrankungen bei Vögeln. Menschen können sich bei engem Kontakt mit infizierten Tieren anstecken.
Übertragung: Die Übertragung erfolgt vor allem durch direkten Kontakt mit infizierten oder erkrankten Vögeln beziehungsweise deren Ausscheidungen und kontaminierten Materialien. Eine anhaltende Mensch-zu-Mensch-Übertragung wurde nicht nachgewiesen.
Symptome: Typisch sind Fieber, Husten und Atemwegsbeschwerden. Je nach Krankheitsverlauf können weitere schwere respiratorische oder systemische Symptome auftreten.
Komplikationen: Humane H5N1-Infektionen können zu schwerer Lungenentzündung, akutem Atemversagen und Multiorganversagen führen und tödlich verlaufen.
Therapie: Die Behandlung erfolgt insbesondere mit antiviralen Medikamenten wie Oseltamivir sowie unterstützenden Maßnahmen. Eine allgemein verfügbare Impfung gegen H5N1 für die Bevölkerung steht nicht zur Verfügung.
Bewertung der Situation
Für Reisende nach Bangladesch besteht insbesondere bei engem Kontakt zu Geflügel in ländlichen Regionen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Im aktuellen Fall waren alle überwachten Kontaktpersonen symptomfrei; eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung wurde nicht festgestellt. Für Deutschland besteht kein unmittelbares Risiko einer lokalen Übertragung. Unternehmen sollten Mitarbeiter vor Entsendungen über den Kontakt zu Geflügel und entsprechende Schutzmaßnahmen informieren.
Empfehlungen
Reisende: Vor Reiseantritt eine reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen. Kontakt zu kranken oder verendeten Vögeln sowie zu Geflügelhaltungen möglichst vermeiden. Hände nach Tierkontakt gründlich waschen und Fleisch sowie Eier nur vollständig durchgegart verzehren.
Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Unternehmen sollten vor Entsendungen über das aktuelle Infektionsrisiko informieren und Mitarbeiter anweisen, direkten Kontakt zu Geflügel und möglicherweise kontaminierten Materialien zu vermeiden.
Quelle der Meldung
Ähnliche Meldungen
Chikungunya, Nicaragua
Bis zum 20.09.2026 wurden in Nicaragua 3.109 Chikungunya-Fälle im Jahr 2026 gemeldet. 2.122 Fälle (68,3 %) wurden allein innerhalb der vergangenen sechs Wochen registriert. Damit wurde der höchste…
Lassa-Fieber, Nigeria
Nigeria meldet bis zur epidemiologischen Woche 36 (31. August–6. September 2026) insgesamt 1.086 bestätigte Lassa-Fieber-Fälle und 259 Todesfälle. Betroffen sind 24 Bundesstaaten und 118 Local…
Mpox, DRK
In der Provinz Kasaï in der Demokratischen Republik Kongo wurden bis zur epidemiologischen Woche 37 insgesamt 77 Verdachtsfälle von Mpox und drei Todesfälle gemeldet. Bei 16 Fällen wurde die…
Update XVIII: Ebola (Bundibugyo), DRK
In der Demokratischen Republik Kongo wurden bis zum 19. September 2026 insgesamt 7.672 bestätigte Fälle der durch das Bundibugyo-Ebolavirus verursachten Ebola-Erkrankung registriert. 3.699 Menschen…



