In Sri Lanka wurden bis zum 22. September 2026 insgesamt 99.343 Dengue-Fälle und 76 Todesfälle registriert. Die meisten Erkrankungen wurden in der Westprovinz gemeldet, auf die 52,57 % der Fälle entfallen. Besonders betroffen sind Gampaha mit 21.078 Fällen, Colombo mit 19.533 und Kandy mit 7.500 Fällen. Nach dem Höchststand im Juli mit 29.964 Erkrankungen gingen die monatlichen Fallzahlen zurück. In der Woche vom 7. bis 13. September wurden landesweit 1.156 Verdachtsfälle gemeldet.
Erreger: Dengue wird durch das Dengue-Virus (DENV) verursacht. 2026 wurde überwiegend DENV-2 (78 %) nachgewiesen, gefolgt von DENV-3 (20 %) und DENV-1 (2 %).
Übertragung: Die Übertragung erfolgt durch den Stich infizierter Aedes-Mücken, insbesondere Aedes aegypti. Die Mücken vermehren sich bevorzugt in kleinen stehenden Wasseransammlungen.
Symptome: Typisch sind plötzliches hohes Fieber, starke Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schmerzen hinter den Augen, Übelkeit und Hautausschlag.
Komplikationen: Schweres Dengue kann zu Blutungen, Flüssigkeitsverlust, Kreislaufschock und Organversagen führen. Ältere Menschen können ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben.
Therapie: Eine spezifische antivirale Therapie steht nicht zur Verfügung. Die Behandlung erfolgt unterstützend, insbesondere durch Flüssigkeitszufuhr, Überwachung und gegebenenfalls intensivmedizinische Maßnahmen.
Bewertung der Situation
Für Reisende nach Sri Lanka besteht weiterhin ein erhöhtes Dengue-Risiko, insbesondere in der stark betroffenen Westprovinz. Die wöchentlichen Fallzahlen liegen zwar deutlich unter dem Juli-Höchststand, landesweit bestehen jedoch weiterhin Hochrisikogebiete. Für Deutschland besteht kein unmittelbares Risiko einer lokalen Übertragung. Unternehmen sollten Mitarbeiter vor Entsendungen über das bestehende Mückenrisiko informieren.
Empfehlungen
Reisende: Vor Reiseantritt eine reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen. Tagsüber konsequent Repellents verwenden, lange Kleidung tragen und möglichst mückengeschützte Unterkünfte nutzen. Bei Fieber während oder nach der Reise sollte zeitnah ärztliche Hilfe gesucht werden.
Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Unternehmen sollten vor Entsendungen über das aktuelle Dengue-Risiko informieren und geeignete persönliche Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche bereitstellen.
Quelle der Meldung
National Dengue Control Unit Sri Lanka | Ada Derana | BORGEN Magazine
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