In Französisch-Guayana wurden bis zum 22.03.2026 insgesamt 65 bestätigte Chikungunya-Fälle gemeldet, darunter 17 neue Fälle innerhalb von zwei Wochen. Die Übertragung konzentriert sich auf die westliche Küstenregion (v. a. Saint-Laurent-du-Maroni und Mana) mit mehreren aktiven Clustern. Es handelt sich um die erste anhaltende lokale Übertragung seit 2014. Chikungunya wird durch ein Virus verursacht, die Übertragung erfolgt durch Aedes-Mücken.
Erreger: Chikungunya-Virus (Alphavirus)
Übertragung: Mückenstiche (Aedes aegypti, Aedes albopictus)
Inkubationszeit: 3–7 Tage
Symptome: Fieber, starke Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Hautausschlag
Komplikationen: Chronische Gelenkbeschwerden, selten schwere Verläufe
Therapie: Symptomatische Behandlung (Schmerz- und Fiebersenkung)
Bewertung der Situation
Die Situation zeigt eine etablierte, aber regional begrenzte Übertragung mit bisher moderatem Verlauf. Eine Ausbreitung in andere Regionen ist möglich, insbesondere durch Mobilität und günstige Umweltbedingungen für Mücken. Für Reisende besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko in betroffenen Gebieten. Auswirkungen auf Deutschland sind gering, importierte Fälle möglich.
Empfehlungen
Reisende: Konsequenter Mückenschutz (Repellentien, lange Kleidung, Moskitonetze).
Unternehmen: Sensibilisierung reisender Mitarbeitender und Bereitstellung von Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche. Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen.
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