Skip to main content

Die Provinz Malanje in Angola verzeichnete im Zeitraum Januar bis Juni 2026 insgesamt 523.064 diagnostizierte Malariafälle sowie 418 Todesfälle. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht dies einem Anstieg um 36.037 Fälle und 31 Todesfälle. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren, die aufgrund ihrer noch unzureichenden Immunität die höchste Sterblichkeit aufweisen. Als Hauptursache für die hohe Zahl der Todesfälle gelten verspätete Arztbesuche, wodurch viele Patienten erst in einem kritischen Zustand medizinisch versorgt werden. Antimalariamedikamente sind zwar verfügbar, dennoch bleibt die Krankheitslast hoch. Die Gesundheitsbehörden verstärken deshalb Präventionsmaßnahmen wie Aufklärungskampagnen, Mückenbekämpfung und Verbesserungen der Hygiene.

Erreger: Plasmodium-Parasiten, überwiegend Plasmodium falciparum.

Übertragung: Stich infizierter weiblicher Anopheles-Mücken.

Inkubationszeit: Meist 7–14 Tage.

Symptome: Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen, Müdigkeit sowie Übelkeit.

Komplikationen: Schwere Malaria mit Hirnbeteiligung, schwerer Anämie, Organversagen und tödlichem Verlauf, insbesondere bei Kleinkindern.

Therapie: Frühzeitige Behandlung mit wirksamen Antimalariamitteln; schwere Verläufe erfordern eine stationäre intensivmedizinische Versorgung.

Bewertung der Situation

Die steigenden Erkrankungs- und Todeszahlen weisen auf eine zunehmende Malariaübertragung in Malanje hin. Besonders gefährdet sind Kinder unter fünf Jahren sowie Schwangere. Verzögerte medizinische Versorgung und strukturelle Versorgungsprobleme tragen wesentlich zur Sterblichkeit bei. Für Reisende besteht in der Provinz ein hohes Infektionsrisiko. Für Deutschland besteht keine unmittelbare Gefahr, importierte Erkrankungen nach Reisen sind jedoch möglich. Unternehmen mit Mitarbeitenden in Angola sollten umfassende Schutzmaßnahmen umsetzen.

Empfehlungen

Reisende: Vor Reiseantritt eine reisemedizinische Beratung in Anspruch nehmen, eine geeignete Chemoprophylaxe durchführen. Konsequenten Mückenschutz (Repellentien, lange Kleidung, imprägnierte Moskitonetze) anwenden. Bei Fieber während oder nach der Reise sofort ärztliche Hilfe suchen.

Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Mitarbeitende vor Dienstreisen nach Angola über das Malariarisiko informieren, eine reisemedizinische Vorsorge einschließlich Chemoprophylaxe ermöglichen und den Zugang zu medizinischer Versorgung vor Ort sicherstellen.

Quelle der Meldung

Angola Press Agency (ANGOP)allAfrica

Ähnliche Meldungen

Dr. med Til Berger

Facharzt für Allgemeinmedizin
Betriebsmedizin
Flugmedizin
Diplom Tropenmedizin (BNI)

Bahnhofstraße 17
86551 Aichach

Sprechzeiten

  • Montag 08:30 Uhr – 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 16:00 Uhr
  • Dienstag 11:30 Uhr – 15:30 Uhr und 16:30 Uhr – 19:30 Uhr
  • Mittwoch 08:30 Uhr – 11:30 Uhr

Reisemedizinische Beratung und Reiseimpfungen

  • Reisemedizinische Beratung & Impfungen
  • Travel Risk Management/ Consulting
  • Gelbfieberimpfstelle
  • Malariaprophylaxe und -beratung
  • Beratung zu tropischen Infektionskrankheiten
  • Dengue Fieber / Dengue Impfung
  • Erstellung einer individuellen Reiseapotheke
  • Gesundheitsberatung für besondere Reisende
  • Tropentauglichkeit & Rückkehruntersuchung
  • Tauchtauglichkeitsuntersuchung (nach DGUV / GTÜM-Standard)
  • Höhenmedizinische Untersuchungen und Beratung
  • Tauglichkeit für Motorbootführerschein
  • Bescheinigungen & internationale Impfausweise
  • Beratung zur Gesundheitsinfrastruktur

Betriebsärztliche Betreuung

  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
  • Travel Risk Management (TRM)/ Consulting
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
  • Präventionsprogramme für Führungskräfte
  • Gesundheitsschutz bei Auslandentsendung
  • Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung
  • Regelmäßige Arbeitsschutz-Begehungen
  • Beratung zur Arbeitsplatzgestaltung
  • Allgemeine Betriebsärztliche Sprechstunde
  • Beratung bei Schwangerschaft gem. Mutterschutzgesetz
  • Beratung und Sprechstunde im Rahmen der Wiedereingliederung
  • Alle Arbeitsmedizinische Vorsorgen nach Anlässen
  • Eignungsuntersuchungen, z.B. Tauglichkeit bei Absturzgefährdung
  • Schwerer Atemschutz (Feuerwehr, ehemals G26.3)
  • Führerscheinuntersuchungen für LKW nach FeV
  • Vorsorge für „Weltwärts“ Entsandte
  • Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (GBU Psych)
  • Bildschirmarbeitsplatzvorsorge
  • Vorsorge bei Infektionsgefährdung gem. BioStoff Verordnung