In den USA wurden neun Fälle von Infektionen mit Escherichia coli O157:H7 (STEC) in drei Bundesstaaten (Kalifornien, Florida, Texas) gemeldet, im Zusammenhang mit dem Konsum von Rohmilchkäse (Cheddar). Drei Patienten mussten hospitalisiert werden, darunter ein Kind mit hämolytisch-urämischem Syndrom (HUS). Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren. Die Übertragung erfolgt über kontaminierte, nicht pasteurisierte Milchprodukte.
Erreger: Escherichia coli O157:H7 (bakteriell, toxinbildend)
Übertragung: Fäkal-oral über kontaminierte Lebensmittel (Rohmilchprodukte)
Inkubationszeit: 2–4 Tage
Symptome: Durchfall (oft blutig), Bauchkrämpfe, Erbrechen
Komplikationen: HUS (Nierenversagen), v. a. bei Kindern, potenziell lebensbedrohlich
Therapie: Symptomatisch, Flüssigkeitsersatz; keine routinemäßige Antibiotikagabe
Bewertung der Situation
Der Ausbruch zeigt eine verlängerte Dauer und betrifft besonders gefährdete Gruppen (Kleinkinder). Das Auftreten von HUS weist auf eine erhöhte Schwere hin. Durch weiterhin verfügbare Produkte besteht ein Risiko weiterer Fälle. Für Reisende in die USA besteht ein vermeidbares Risiko durch bestimmte Lebensmittel. Auswirkungen auf Deutschland sind gering.
Empfehlungen
Reisende: Verzicht auf nicht pasteurisierte Milchprodukte.
Unternehmen: Aufklärung von Mitarbeitenden zu Lebensmittelrisiken, insbesondere bei Auslandsaufenthalten.
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