In der Provinz Cordillera (Departamento Santa Cruz, Bolivien) wurden vier bestätigte Gelbfieberfälle gemeldet, darunter drei Todesfälle, sowie 15 Verdachtsfälle. Gelbfieber ist eine virale hämorrhagische Erkrankung (Flavivirus), übertragen durch Stechmücken (v. a. Aedes aegypti urban, Haemagogus spp. sylvatisch). Symptome reichen von Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen bis zu Ikterus, Blutungen und Multiorganversagen. Schwere Verläufe können tödlich sein. Eine spezifische antivirale Therapie existiert nicht; Behandlung ist symptomatisch. Eine wirksame Impfung ist verfügbar. Der Ausbruch zeigt eine geografische Ausbreitung in neue Regionen, möglicherweise durch Umweltveränderungen.
Bewertung der Situation
Für die lokale Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko, insbesondere bei fehlender Immunität. Für Reisende steigt das Infektionsrisiko in betroffenen Gebieten deutlich. Eine Einschleppung nach Deutschland ist unwahrscheinlich, jedoch bei Reiserückkehrern möglich. Unternehmen mit Mitarbeitenden in der Region sind durch Gesundheitsrisiken und mögliche Arbeitsausfälle betroffen.
Empfehlungen
Reisende: Impfschutz gegen Gelbfieber (mind. 10 Tage vor Reise), konsequenter Mückenschutz (Repellents, Kleidung, Netze).
Unternehmen: arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Impfstatus prüfen, Aufklärung, Bereitstellung von Schutzmaßnahmen und medizinischer Beratung vor Entsendung.
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