Die Democratic Republic of the Congo hat am 02.04.2026 offiziell das Ende der Mpox-Epidemie als nationale Gesundheitsnotlage erklärt. Seit Beginn des Ausbruchs im Januar 2024 wurden rund 160.000 Verdachtsfälle gemeldet, davon etwa 37.000 laborbestätigt, mit insgesamt über 2.200 Todesfällen.
Die Epidemie betraf alle 26 Provinzen des Landes. Die wöchentlichen Fallzahlen sind seit Anfang 2025 deutlich zurückgegangen (von ca. 2.400 auf etwa 170 Fälle pro Woche), was einem Rückgang von rund 90 % entspricht.
Mpox ist eine virale Erkrankung, die durch engen Kontakt mit infizierten Personen, Körperflüssigkeiten oder kontaminierten Materialien übertragen wird.
Erreger: Mpox-Virus (Orthopoxvirus)
Übertragung: Enger Kontakt, Tröpfchen, Kontakt mit Läsionen oder kontaminierten Materialien
Inkubationszeit: 5–21 Tage
Symptome: Fieber, Lymphknotenschwellung, Hautausschlag (Pocken-ähnlich), Müdigkeit
Komplikationen: Sekundärinfektionen, schwere Verläufe bei Risikogruppen, selten tödlich
Therapie: Symptomatische Behandlung, unterstützende Therapie, ggf. antivirale Medikamente
Bewertung der Situation
Die offizielle Beendigung der Epidemie zeigt den Erfolg umfangreicher Maßnahmen wie Impfkampagnen, verbesserter Diagnostik und Surveillance. Dennoch bleibt Mpox in der Region endemisch, sodass weiterhin ein niedriges, aber konstantes Risiko besteht.
Für Reisende ist das Risiko aktuell gering, insbesondere bei Einhaltung grundlegender Hygienemaßnahmen. Eine erneute Zunahme von Fällen ist bei nachlassender Überwachung jedoch möglich. Auswirkungen auf Deutschland sind derzeit gering.
Empfehlungen
Reisende: Kontakt zu erkrankten Personen und potenziell kontaminierten Materialien vermeiden, Hygienemaßnahmen einhalten.
Unternehmen: Informationsweitergabe an reisende Mitarbeitende, Sensibilisierung für Symptome und Meldewege. Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen.
Quelle der Meldung
Africanews / RFI / Radio Okapi / Africa CDC
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