Am 27.08.2026 bestätigte das mauretanische Gesundheitsministerium einen Fall von Krim-Kongo-Hämorrhagischem Fieber (CCHF) im Distrikt Rosso, Region Trarza. Eine 50-jährige Frau erkrankte mit Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und blutigem Durchfall. Sie befindet sich in stabilem Zustand im Krankenhaus. Sie hatte direkten Kontakt zu Rindern, Schafen und Ziegen; ein Zeckenstich wurde nicht berichtet.
Erreger: Krim-Kongo-Hämorrhagisches-Fieber-Virus (CCHFV), RNA-Virus aus der Gattung Nairovirus.
Übertragung: Durch Stiche infizierter Hyalomma-Zecken sowie Kontakt mit Blut oder Gewebe infizierter Tiere bzw. Erkrankter.
Inkubationszeit: Meist 1–3 Tage nach Zeckenstich, bis zu 9 Tage; nach Kontakt mit infiziertem Blut oder Gewebe meist 5–6 Tage, maximal 13 Tage.
Symptome: Plötzliches Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Durchfall, später ggf. Blutungen.
Komplikationen: Schwere Blutungen, Organversagen, Schock und Tod.
Therapie: Überwiegend intensivmedizinische und symptomatische Behandlung; Ribavirin ist bei frühzeitiger Gabe unter Umständen wirksam.
Bewertung der Situation
Einheimische Bevölkerung: Erhöhtes Risiko insbesondere für Personen mit engem Kontakt zu Nutztieren und deren Blut oder Gewebe.
Reisende: Risiko vor allem bei engem Tierkontakt in ländlichen Gebieten sowie bei Zeckenexposition.
Deutschland: Kein relevantes direktes Risiko; importierte Fälle sind grundsätzlich möglich.
Unternehmen: Entsandte Mitarbeiter in ländlichen Regionen können durch Tier- und Zeckenkontakt gefährdet sein.
Empfehlungen
Reisende: Reisemedizinische Beratung einholen. Zeckenstiche vermeiden, Repellents und lange Kleidung verwenden und direkten Kontakt mit Blut oder Gewebe von Nutztieren vermeiden. Bei Fieber nach entsprechender Exposition umgehend medizinische Hilfe suchen und die Reise- bzw. Expositionsgeschichte angeben.
Unternehmen, die Mitarbeiter entsenden: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Mitarbeiter vor der Reise über Zecken- und Tierkontakte informieren, geeignete persönliche Schutzmaßnahmen bereitstellen und bei Erkrankungen nach möglicher Exposition eine rasche medizinische Abklärung ermöglichen.
Quelle der Meldung
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