Auf den Philippinen wurden bis zum 14. Oktober 2026 insgesamt 205.347 Dengue-Fälle seit Jahresbeginn registriert. Damit liegt die Fallzahl rund 22 % unter dem Vergleichszeitraum 2025 mit 261.749 Fällen. Die gemeldete Fallsterblichkeit beträgt 0,38 %. Trotz des nationalen Rückgangs verzeichnen mehrere Provinzen und Städte deutliche lokale Anstiege. In elf Provinzen beziehungsweise hoch urbanisierten Städten in neun Regionen wurden steigende Fallzahlen festgestellt.
Besonders betroffen sind unter anderem:
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Camarines Sur (Luzon): 1.233 Fälle und 18 Todesfälle bis zum 24. September; die Fallzahlen lagen fünf Wochen in Folge über der epidemischen Schwelle.
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Agusan del Sur (Mindanao): 674 Fälle bis zum 8. August; angesichts zunehmender Erkrankungen und schwerer Verläufe wurde ein provinzieller Dengue-Ausbruch erklärt. Aktuellere Zahlen fehlen.
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Aurora (Luzon): 2.799 Fälle und acht Todesfälle bis zum 17. Oktober; etwa 150 % mehr Fälle als im Vorjahreszeitraum. Kinder von 1 bis 10 Jahren stellten 42 % der Fälle.
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Estancia (Iloilo, Panay): 460 Fälle und acht Todesfälle bis zum 10. Oktober; Anstieg um 355 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
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Zamboanga City (Mindanao): 3.030 Fälle bis zum 26. September, 157 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
In Camarines Sur wurde der Katastrophenstatus ausgerufen, in Agusan del Sur ein provinzieller Dengue-Ausbruch erklärt. Weitere Regionen verstärken Überwachung, Mückenbekämpfung und die Vorbereitung ihrer Krankenhäuser.
Dengue wird durch vier Serotypen eines RNA-Virus aus der Familie der Flaviviren verursacht. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch tagaktive Aedes-Mücken. Typische Symptome sind plötzliches Fieber, starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, Übelkeit und Hautausschlag. Schwere Verläufe können zu Blutungen, Plasmaaustritt, Kreislaufschock und Organversagen führen. Besonders bei Zweitinfektionen mit einem anderen Serotyp besteht ein erhöhtes Risiko schwerer Erkrankungen.
Die Diagnose erfolgt mittels PCR oder Antigentests, beispielsweise NS1. Eine spezifische antivirale Therapie existiert nicht. Die Behandlung umfasst Flüssigkeitsmanagement, symptomatische Maßnahmen und bei schweren Verläufen stationäre beziehungsweise intensivmedizinische Versorgung.
Bewertung der Situation
Einheimische Bevölkerung: Trotz rückläufiger nationaler Fallzahlen besteht in einzelnen Regionen eine erhebliche lokale Krankheitslast. Besonders Kinder sind teilweise stark betroffen. Regionale Ausbrüche belasten die medizinische Versorgung und erfordern gezielte Maßnahmen.
Reisende: Das Infektionsrisiko besteht landesweit, ist bei lokalen Ausbrüchen und hoher Mückendichte jedoch besonders relevant. Auch touristische Gebiete können betroffen sein. Der nationale Rückgang bedeutet keine Entwarnung für einzelne Reiseziele.
Deutschland: Importierte Dengue-Erkrankungen bei Reiserückkehrenden sind möglich. Eine unmittelbare Gefährdung der Allgemeinbevölkerung ist nicht zu erwarten; lokal begrenzte Übertragungen durch invasive Aedes-Mücken sind grundsätzlich möglich.
Unternehmen: Entsendungen können mit Erkrankungen, Arbeitsausfällen und erhöhtem medizinischem Betreuungsbedarf verbunden sein. Besonders zu beachten sind regionale Unterschiede und die Verfügbarkeit geeigneter Krankenhäuser.
Empfehlungen
Für Reisende
- Reisemedizinische Vorsorge, Impfung gegen Dengue.
- Konsequenter Mückenschutz.
- Aufenthaltsorte und aktuelle regionale Warnmeldungen vor und während der Reise prüfen.
- Bei Fieber während oder nach der Reise zeitnah ärztliche Hilfe suchen und auf den Aufenthalt hinweisen.
- Bei möglichem Dengue ASS und Ibuprofen wegen des Blutungsrisikos vermeiden; Paracetamol kann, sofern geeignet, zur Fiebersenkung eingesetzt werden.
Für Unternehmen
- Arbeitsmedizinische Vorsorge und Dengue-Impfung sicherstellen.
- Regionale Risiken vor Entsendungen bewerten und die Lage regelmäßig aktualisieren.
- Mückenschutz, geeignete Unterkünfte und die Beseitigung von Brutstätten organisieren.
- Medizinische Anlaufstellen, Notfallkontakte und gegebenenfalls Evakuierungsoptionen festlegen.
- Beschäftigte über Symptome, Warnzeichen und das Vorgehen bei Erkrankung informieren.
Quelle der Meldung
Philippine Information Agency | Provinzregierung Agusan del Sur | Philstar
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