Situationsbeschreibung:
Die NCDC meldet 747 bestätigte Fälle von Lassa-Fieber und 143 Todesfälle in epidemiologischer Woche 23 (2.–8. Juni 2025) in 18 Staaten Nigerias. Der Erreger ist ein Arenavirus, das durch Kontakt mit kontaminiertem Nagetierkot oder Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen wird. Symptome umfassen hohes Fieber, Erbrechen, Durchfall und in schweren Fällen hämorrhagische Manifestationen. Komplikationen können Nierenversagen, Blutungen und Tod sein. Eine frühzeitige Behandlung mit dem antiviralen Ribavirin und unterstützende Maßnahmen verbessern die Prognose.
Bewertung der Situation:
Die Sterberate (CFR) liegt bei 18,9 %, höher als im Vorjahr (17,8 %). 90 % der Fälle konzentrieren sich auf Ondo, Bauchi, Edo, Taraba und Ebonyi. Für die einheimische Bevölkerung besteht steigende Gefahr, insbesondere für Gesundheitskräfte (ein neuer Fall in Woche 23). Für Reisende gilt ein moderates Risiko, in Deutschland ist das Risiko allenfalls gering. Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach Nigeria könnten Logistik- und Personalausfälle erleben.
Empfehlungen:
Reisende: Nagetierkontakt meiden, strikte Handhygiene, bei Symptomen sofort medizinische Hilfe aufsuchen.
Unternehmen: Mitarbeiterschulungen zu Infektionsschutz, Risikobewertungen, Notfall- und Evakuierungspläne implementieren, Vorsorge sicherstellen. Reisesperren sind nicht erforderlich.
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