Situationsbeschreibung:
Weltweit wurden vom 1. Januar bis 31. Mai 2025 über 24.672 bestätigte Mpox-Fälle und 82 Todesfälle in 75 Ländern gemeldet. Im Mai 2025 verzeichneten 49 Länder 6.823 Fälle und 16 Todesfälle. Die Mehrheit der Fälle, insbesondere durch Klade Ib, konzentriert sich auf Afrika (18 Länder mit aktiver Übertragung). Neue Fälle der Klade Ib wurden in Äthiopien und Italien gemeldet, Klade IIb in Nordmazedonien, der Republik Kongo und Togo. Albanien meldete seinen ersten Fall, die Klade wird noch bestimmt.
Mpox wird durch das Affenpockenvirus (MPXV) verursacht, ein Orthopoxvirus. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch engen Kontakt mit infizierten Tieren oder Menschen, über Läsionen, Körperflüssigkeiten, Atemwegssekrete oder kontaminierte Materialien. Symptome umfassen Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und einen charakteristischen Hautausschlag, der sich zu Blasen und Krusten entwickelt. Komplikationen können schwere sekundäre Infektionen, Pneumonie und in seltenen Fällen den Tod umfassen. Therapiemöglichkeiten sind unterstützende Maßnahmen; Impfstoffe (z.B. MVA-BN) und antivirale Medikamente sind verfügbar.
Bewertung der Situation:
Die WHO hat den Mpox-Ausbruch weiterhin als **Gesundheitlichen Notstand von Internationaler Tragweite (PHEIC)** eingestuft. Die Klade Ib stellt ein hohes Risiko dar, während Klade Ia, II und IIb ein moderates Risiko bergen. Für die einheimische Bevölkerung, insbesondere in Afrika, besteht ein erhöhtes Infektions- und Sterberisiko. Reisende sind ebenfalls gefährdet, insbesondere bei Aufenthalten in Endemiegebieten oder engem Kontakt zu Infizierten. Für Deutschland und Unternehmen bedeutet dies ein potenzielles Importrisiko und die Notwendigkeit, Vorsichtsmaßnahmen und Reisehinweise zu beachten, um die Ausbreitung zu verhindern und die Gesundheit von Mitarbeitern zu schützen.
Empfehlungen:
Für Reisende:
- Informieren Sie sich vor der Reise über die aktuelle Mpox-Situation in Ihrem Zielland.
- Vermeiden Sie engen Körperkontakt mit Personen, die Symptome aufweisen (Hautausschlag).
- Vermeiden Sie den Kontakt mit Wildtieren, insbesondere Nagetieren und Primaten.
- Waschen Sie regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife oder verwenden Sie ein Desinfektionsmittel.
- Erwägen Sie eine Impfung, wenn Sie in Risikogebiete reisen, zum Kreis der gefährdeten Personen gehören oder engen Kontakt zu infizierten Personen haben.
Für Unternehmen:
- Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die Risiken von Mpox und Präventionsmaßnahmen.
- Stellen Sie für arbeitsmedizinische/reisemedizinische Vorsorge für Ihre Mitarbeiter sicher.
- Befolgen Sie die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes und der WHO.
- Beraten Sie sich gegebenenfalls mit medizinischem Fachpersonal bezüglich Impfungen für Mitarbeiter auf Geschäftsreisen.
- derzeit sind Reisesperren nicht angezeigt.
Quelle der Meldung:
Ähnliche Meldungen
Gesundheitsrisikobericht 2025 – Global Health Risk Map 2026
Globale Dynamiken, regionale Risiken und strategische Konsequenzen Executive Summary Die weltweite Gesundheitsrisikolage befindet sich in einer Phase grundlegender Umbrüche. Nach dem Abklingen der…
Wichtig12. Januar 2026Allgemeine Meldungen,Aktuelles aus der PraxisGlobal Health Risk Map 2026,Travel Risk Management,Auslandsentsendung,Reisemedizin
Denguefieber Malediven – Bericht des RKI
Das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet seit Ende 2025 über einen deutlichen Anstieg importierter Denguefieberfälle nach Aufenthalten auf den Malediven. Auch andere EU-/EWR-Staaten melden vermehrt…
23. April 2026Allgemeine Meldungen,Dengue FieberAktuelle Epi-Lage,Impfung,arbeitsmedizinische Vorsorge,Travel Risk Management,Reisemedizin
Dengue-Fieber, Wallis und Futuna
Am 22. April 2026 wurde erstmals ein autochthoner Dengue-Fall auf der Insel Futuna bestätigt. Dengue ist eine durch Viren (Flaviviren) verursachte Erkrankung, die durch tagaktive Stechmücken der…
Gelbfieberausbruch Bolivien (Santa Cruz)
In der Provinz Cordillera (Departamento Santa Cruz, Bolivien) wurden vier bestätigte Gelbfieberfälle gemeldet, darunter drei Todesfälle, sowie 15 Verdachtsfälle. Gelbfieber ist eine virale…
Crimean-Congo hemorrhagic fever (CCHF) – Dhi Qar Governorate, Iraq
Im Gouvernement Dhi Qar wurden bis zum 12.04.2026 insgesamt 9 laborbestätigte Fälle von Krim-Kongo-Hämorrhagischem Fieber (CCHF) gemeldet, darunter 2 Todesfälle. Die Fälle zeigen eine lokale Häufung…
18. April 2026Aktuelle Epi-LageReisemedizin Augsburg Ingolstadt München,Travel Risk Management


