Situationsbeschreibung:
In der Provinz Kasaï, Demokratische Republik Kongo (DRC), wurde ein Ausbruch der Ebola-Virus-Krankheit (Erreger: *Orthoebolavirus zairense*) bestätigt. Bis zum 4. September 2025 sind 28 Verdachtsfälle und 15 Todesfälle gemeldet, darunter vier im Gesundheitswesen Tätige. Erste Patientin war eine 34-jährige Schwangere, die am 25. August an Multiorganversagen starb. Symptome umfassen Fieber, Durchfall, Erbrechen und innere Blutungen. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Komplikationen sind schweres Organversagen, die Letalität liegt durchschnittlich bei 50 %. Therapieoptionen bestehen in monoklonalen Antikörpern (z. B. Inmazeb®, Ebanga), zudem stehen Impfstoffe (Ervebo®, Zabdeno®/Mvabea®) zur Verfügung.
Bewertung der Situation:
Für die lokale Bevölkerung stellt der Ausbruch eine erhebliche Gefahr dar, da die Region schwer zugänglich und die Isolationskapazitäten begrenzt sind. Das Risiko für internationale Reisende ist derzeit gering, steigt aber bei Kontakt mit Gesundheitseinrichtungen oder Bestattungen. Für Deutschland besteht aktuell kein erhöhtes Risiko. Unternehmen mit Personal vor Ort müssen mit Einschränkungen und Infektionsrisiken rechnen.
Empfehlungen:
Reisende sollten Menschenansammlungen, Krankenhäuser und Bestattungen meiden, konsequent Hygienemaßnahmen einhalten und die Entwicklung beobachten.
Unternehmen, die vor Ort aktiv sind, sollten Gesundheits- und Evakuierungspläne aktualisieren, Mitarbeitende sensibilisieren und die Situation engmaschig beobachten. Reiseeinschränkungen sind derzeit nicht erforderlich.
Quellen:
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