Situationsbeschreibung:
In Alabama, Colorado, Ohio und Wisconsin wurden lokale Masernausbrüche gemeldet. In Kansas wurde ein größerer Ausbruch mit 87 Fällen inzwischen für beendet erklärt. Masern sind eine hoch ansteckende Virusinfektion (Paramyxovirus), die über Tröpfcheninfektion übertragen wird. Symptome beginnen meist mit Fieber, Husten, Schnupfen und Konjunktivitis, gefolgt von Hautausschlag. Komplikationen umfassen Lungenentzündung, Enzephalitis und in seltenen Fällen Todesfälle. Eine spezifische antivirale Therapie gibt es nicht; die Behandlung ist symptomatisch, Prävention erfolgt durch Impfung (MMR). Laut CDC wurden 1.431 Fälle und drei Todesfälle landesweit gemeldet, 12 % benötigten Krankenhausbehandlung.
Bewertung der Situation:
Für die einheimische Bevölkerung stellen die Ausbrüche vor allem in Regionen mit niedriger Impfquote eine erhebliche Gefahr dar. Reisende in die betroffenen Bundesstaaten haben ein erhöhtes Infektionsrisiko, insbesondere bei fehlender Immunität. Für Deutschland besteht ein Risiko durch importierte Fälle, wie bereits in der Vergangenheit beobachtet. Unternehmen mit Reisen in die USA oder mit US-Personal sollten ihre Impf- und Gesundheitsschutzstrategien überprüfen.
Empfehlungen:
Reisende: Vor USA-Reisen Impfschutz gegen Masern überprüfen und ggf. auffrischen; Menschenansammlungen in betroffenen Regionen meiden.
Unternehmen: Impfstatus von Mitarbeitenden im Auslandseinsatz prüfen, Gesundheitsschutzhinweise bereitstellen, Notfallpläne für Erkrankungsfälle vorsehen.
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