Situationsbeschreibung
In Nordsenegal wurde ein schwerer Ausbruch des Rift-Valley-Fiebers (RVF) gemeldet, der schlimmste seit Jahrzehnten. Bis Ende November 2025 wurden über 530 menschliche Fälle und mehr als 230 Ausbrüche bei Nutztieren bestätigt, verteilt über mehrere Regionen (einschließlich Kolda). Behörden haben die Überwachung, Vektorbekämpfung und Gemeinschaftsarbeit intensiviert. Die anhaltenden RVF-Ausbrüche in den Nachbarländern Mauretanien und Gambia erfordern regionale Koordination.
Erkrankung: Rift-Valley-Fieber (Zoonose).
Erreger: Phlebovirus (RNA-Virus).
Übertragung: Hauptsächlich durch den Stich von Stechmücken (Vektoren). Auch durch direkten Kontakt mit Blut, Organen oder Ausscheidungen infizierter Tiere (z. B. beim Schlachten) .
Symptome: Meist mild, grippeähnlich (Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen).
Komplikationen: Hämorrhagisches Fieber, Enzephalitis (Hirnentzündung), Retinitis (Netzhautentzündung) bis zur Erblindung.
Therapie: Symptomatisch. Das Virostatikum Ribavirin kann in schweren Fällen eingesetzt werden.
Bewertung der Situation
Das Risiko für die einheimische Bevölkerung ist durch den engen Kontakt zu Nutztieren und Mücken hoch. Reisende in die betroffenen Regionen sind ebenfalls gefährdet, besonders wenn sie in ländlichen Gebieten arbeiten. Das Risiko für Deutschland ist gering, da eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung unwahrscheinlich ist, aber es muss wachsam gegenüber Importfällen bleiben. Für Unternehmen im Agrar- und Fleischsektor in der Region besteht ein hohes wirtschaftliches und gesundheitliches Risiko.
Empfehlungen
Reisende: Konsequenter Mückenschutz (Repellents, lange Kleidung). Vermeiden Sie jeglichen ungeschützten Kontakt zu kranken/toten Tieren oder deren Produkten (kein Verzehr von rohem Fleisch/ unpasteurisierter Milch).
Unternehmen: Mitarbeiter, die in der Landwirtschaft oder Schlachtung arbeiten, müssen PSA tragen und umfassend geschult werden.
Quelle der Meldung
Africa CDC / WHO / WOAH
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