In Venezuela wurde erstmals seit 2021 wieder ein Anstieg von Gelbfieberfällen gemeldet. Zwischen dem 14.06.2025 und dem 22.01.2026 wurden 36 bestätigte Fälle aus 14 von 24 Bundesstaaten registriert, darunter auch in vier zuvor nicht als Hochrisikogebiete eingestuften Regionen. Die meisten Infektionen betrafen Personen im Alter von 10 bis 49 Jahren.

Erreger: Gelbfiebervirus (Flavivirus).

Übertragung: Durch Stiche infizierter Stechmücken; das Virus zirkuliert vor allem zwischen Wildtieren und Mücken und kann auf den Menschen übertragen werden.

Symptome: Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.

Komplikationen: Bei etwa 15 % der Erkrankten schwere toxische Phase mit Leber- und Organversagen, Blutungen und Gelbsucht; hohe Sterblichkeit möglich.

Therapie: Keine spezifische antivirale Behandlung; Therapie erfolgt unterstützend. Eine Impfung bietet wirksamen Schutz.

Bewertung der Situation

Für die einheimische Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko in betroffenen Regionen, insbesondere bei unzureichendem Impfschutz. Für Reisende besteht ein moderates Risiko bei Aufenthalten in Risikogebieten. Für Deutschland besteht kein direktes Risiko. Unternehmen mit Mitarbeitenden vor Ort können durch Gesundheitsrisiken und Impfanforderungen betroffen sein.

Empfehlungen

Reisende: Gelbfieberimpfung mindestens 10 Tage vor Einreise durchführen und konsequenten Mückenschutz anwenden.
Unternehmen: Impfstatus von Mitarbeitenden prüfen, betriebsärztliche Vorsorge sicherstellen, reisemedizinische Beratung gewährleisten und Maßnahmen zum Mückenschutz bereitstellen.

Quelle der Meldung

Venezolanisches Gesundheitsministerium / OPS