In der Provinz Río Negro (Argentinien) verstarb ein 39-jähriger Mann an einem Hantavirus-bedingten Lungenversagen nach einer Wanderung nahe der Wasserfälle Dora und Santa Ana in der Provinz Neuquén. Es handelt sich um den zweiten bestätigten Fall in der Region im Jahr 2026.
Erreger: Hantavirus (Virus aus Nagetierreservoiren).
Übertragung: Einatmen von virushaltigem Staub aus Ausscheidungen infizierter Nagetiere, besonders in bewaldeten Gebieten oder Unterkünften.
Inkubationszeit: Meist 1–5 Wochen.
Symptome: Anfangs grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, später Husten und Atemnot.
Komplikationen: Schweres Lungenversagen (Hantavirus-kardiopulmonales Syndrom) mit hoher Sterblichkeit.
Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; Behandlung erfolgt intensivmedizinisch unterstützend.
Bewertung der Situation
Für die einheimische Bevölkerung besteht in betroffenen Waldgebieten ein erhöhtes Risiko, insbesondere bei Kontakt mit Nagetieren oder deren Ausscheidungen. Für Reisende besteht ein geringes, aber relevantes Risiko bei Outdoor-Aktivitäten wie Wandern oder Camping. Für Deutschland besteht kein direktes Risiko. Unternehmen mit Mitarbeitenden im Außeneinsatz oder Tourismus könnten betroffen sein.
Empfehlungen
Reisende: Kontakt mit Nagetieren vermeiden, Unterkünfte lüften, keine Lebensmittel offen lagern und staubige Bereiche möglichst nicht ohne Schutz betreten.
Unternehmen: Mitarbeitende über Risiken informieren, Schutzmaßnahmen bei Outdoor-Arbeiten festlegen und frühzeitige medizinische Abklärung bei Symptomen sicherstellen.
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