Seit Januar 2026 wurden auf Mauritius 9 Leptospirose-Fälle mit 3 Todesfällen gemeldet, vor allem bei Feldarbeitern und Müllsammlern.
Erreger: Bakterien der Gattung Leptospira.
Übertragung: Kontakt von verletzter Haut oder Schleimhäuten mit Wasser oder Erde, die durch Urin infizierter Tiere (v. a. Nagetiere) kontaminiert sind, besonders nach starken Regenfällen oder Überschwemmungen.
Inkubationszeit: Meist 5–14 Tage.
Symptome: Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bindehautentzündung.
Komplikationen: Schwere Verläufe mit Leber- oder Nierenversagen, Hirnhautentzündung, Lungenblutungen oder Kreislaufversagen sind möglich und können tödlich enden.
Therapie: Behandlung mit Antibiotika; frühzeitige Therapie verbessert die Prognose deutlich.
Bewertung der Situation
Für die einheimische Bevölkerung besteht insbesondere während der Regenzeit ein erhöhtes Infektionsrisiko, vor allem bei beruflicher Exposition. Für Reisende ist das Risiko bei Kontakt mit verschmutztem Wasser oder Schlamm erhöht. Für Deutschland besteht nur ein sehr geringes Risiko durch importierte Einzelfälle. Unternehmen mit Tätigkeiten im Freien sind durch erhöhte Gesundheitsrisiken für Mitarbeitende betroffen.
Empfehlungen
Reisende: Kontakt mit stehendem Wasser und Schlamm vermeiden, festes Schuhwerk tragen, Wunden abdecken und auf gute Hygiene achten.
Unternehmen: Schutzkleidung (Stiefel, Handschuhe) bereitstellen, Mitarbeitende unterweisen und arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen.
Quelle der Meldung
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