In Israel ist ein neun Jahre altes ungeimpftes Kind an Masern verstorben. Damit stieg die Zahl der Todesfälle im aktuellen Ausbruch 2025–2026 auf 15, alle bei ungeimpften Kindern. Masern werden durch das Masernvirus verursacht. Das Masernvirus ist eines der infektiösesten humanpathogenen Viren. R0 des Masernvirus liegt bei bis zu 18, d.h. 1 Infizierter steckt bis zu 18 weitere Personen an!
Übertragung: Hochansteckende Tröpfchen- und Aerosolinfektion.
Inkubationszeit: Meist 7–14 Tage.
Symptome: Hohes Fieber, Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung, typische Hautausschläge sowie Koplik-Flecken im Mund.
Komplikationen: Lungenentzündung, Gehirnentzündung, schwere Durchfälle sowie Spätfolgen wie subakute sklerosierende Panenzephalitis; tödliche Verläufe möglich.
Therapie: Keine spezifische antivirale Behandlung; symptomatische Versorgung. Schutz erfolgt durch Impfung (2x).
Bewertung der Situation
Der Ausbruch betrifft vor allem ungeimpfte Kinder und zeigt die hohe Schutzwirkung der Masernimpfung. Für die lokale Bevölkerung besteht ein erhebliches Gesundheitsrisiko, insbesondere in Gemeinschaften mit niedriger Impfquote. Für Reisende kann bei fehlendem Impfschutz ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehen. Für Deutschland besteht das Risiko importierter Fälle. Unternehmen mit Dienstreisen müssen mit krankheitsbedingten Ausfällen und erhöhtem Vorsorgebedarf rechnen.
Empfehlungen
Reisende: Impfschutz überprüfen und ggf. vor Reise vervollständigen; bei Symptomen sofort ärztliche Abklärung; ungeimpfte Personen sollten große Veranstaltungen in Ausbruchsgebieten meiden.
Unternehmen: Impfstatus von Mitarbeitenden prüfen, medizinische Beratung vor Reisen sicherstellen und Informationsmaßnahmen zum Infektionsschutz anbieten.
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