In den USA wurden bis zum 26.02.2026 insgesamt 1.136 bestätigte Masernfälle gemeldet, davon 1.130 in 28 Bundesstaaten; 6 Fälle betrafen internationale Besucher. 90 % der Fälle stehen im Zusammenhang mit Ausbrüchen (10 neue Ausbrüche in 2026). 2025 wurden 2.281 Fälle und 50 Ausbrüche registriert.
Masern werden durch das Masernvirus (Genus *Morbillivirus*, RNA-Virus) verursacht. Die Übertragung erfolgt hochkontagiös aerogen über Tröpfchen und Aerosole. Nach 8–12 Tagen Inkubation treten Fieber, Husten, Konjunktivitis, Koplik-Flecken und Exanthem auf. Komplikationen umfassen Otitis media, Pneumonie und Enzephalitis; selten SSPE. Eine kausale antivirale Therapie existiert nicht, Behandlung erfolgt symptomatisch; wirksamer Schutz besteht durch Impfung (MMR).
Bewertung der Situation
Für die US-Bevölkerung besteht insbesondere in impfkritischen Gemeinschaften ein erhöhtes Ausbruchsrisiko. Reisende ohne vollständigen Impfschutz sind exponiert, auch bei Kurzaufenthalten. Für Deutschland ergibt sich ein Importrisiko mit möglichen Sekundärfällen. Unternehmen mit USA-Bezug (Geschäftsreisen, Entsendungen) tragen ein erhöhtes arbeitsmedizinisches Risiko.
Empfehlungen
Reisende: vollständiger MMR-Impfschutz (2 Dosen), Impfstatus prüfen und ggf. auffrischen; Expositionsvermeidung bei Ausbrüchen.
Unternehmen: Impfstatusüberprüfung im Rahmen der Vorsorge, Information zu Masernrisiken, klare Melde- und Isolationsprozesse bei Verdachtsfällen.
Quelle
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