In Trinidad wurde das Gelbfiebervirus bei einem toten Brüllaffen (Alouatta seniculus) nachgewiesen. Es wurden keine menschlichen Fälle gemeldet. Der Nachweis bestätigt eine sylvatische (Wald-)Übertragung zwischen Mücken und nicht-menschlichen Primaten. Brüllaffen dienen als Indikator für die Viruszirkulation in der Umwelt. Gelbfieber wird durch ein Virus verursacht und durch Mücken übertragen.
Erreger: Gelbfiebervirus (Flavivirus)
Übertragung: Mückenstiche (v. a. in sylvatischen und urbanen Zyklen)
Inkubationszeit: 3–6 Tage
Symptome: Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Übelkeit; schwere Verläufe mit Gelbsucht
Komplikationen: Hämorrhagisches Fieber, Organversagen, hohe Letalität
Therapie: Symptomatische Behandlung, Impfung verfügbar
Bewertung der Situation
Die Situation zeigt eine aktive Viruszirkulation im sylvatischen Zyklus ohne aktuelle Übertragung auf den Menschen. Dank hoher Impfquote und schneller Maßnahmen ist das Risiko für die Bevölkerung derzeit gering. Für Reisende besteht ein potenzielles Risiko bei Aufenthalt in Waldgebieten ohne Impfschutz.
Empfehlungen
Reisende: Gelbfieberimpfung vor Einreise, konsequenter Mückenschutz, insbesondere in Waldgebieten.
Unternehmen: Sicherstellung des Impfschutzes bei Mitarbeitenden und Aufklärung über Expositionsrisiken.
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