In Riga (Lettland) wurden 129 Fälle von Salmonellose in zwei Kindergärten gemeldet, betroffen sind Kinder und Personal. Der Ausbruch begann am 19.03.2026 und wurde mit einem gemeinsamen Catering-Anbieter in Verbindung gebracht. Laboruntersuchungen bestätigten Salmonella spp. als Hauptursache, zusätzlich wurden vereinzelt Noroviren, Rotaviren und Yersinia nachgewiesen. Die Erkrankung verläuft meist moderat, jedoch mussten zehn Kinder hospitalisiert werden.
Erreger: Salmonella spp. (bakteriell)
Übertragung: Fäkal-oral über kontaminierte Lebensmittel/Wasser, Schmierinfektion
Inkubationszeit: 6–48 Stunden
Symptome: Durchfall, Fieber, Bauchschmerzen, Übelkeit
Komplikationen: Dehydratation, selten invasive Infektionen (z. B. Bakteriämie)
Therapie: Flüssigkeitsersatz, bei schweren Verläufen Antibiotika
Bewertung der Situation
Der Ausbruch zeigt ein bedeutendes lebensmittelbedingtes Ereignis mit schneller Fallzunahme in einer vulnerablen Population. Die Verbindung zu einem Catering-Anbieter birgt Risiko für weitere Ausbreitung. Für Reisende besteht ein geringes Risiko, für lokale Gemeinschaften jedoch ein erhöhtes Übertragungsrisiko. Auswirkungen auf Deutschland sind aktuell gering.
Empfehlungen
Reisende: Auf Lebensmittelhygiene achten, insbesondere bei Gemeinschaftsverpflegung.
Unternehmen: Überprüfung von Catering- und Lieferketten, Einhaltung strenger Hygienestandards, Sensibilisierung von Personal.
Quelle der Meldung
SPKC Lettland / LSM / nra.lv
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