In Johannesburg (Südafrika) wurde bei einem Patienten aus Sambia ein seltener Fall von Tana-Pocken diagnostiziert; ein weiterer wahrscheinlicher Fall trat in derselben Region (Nsumbu-Reservat, nahe Tanganjikasee) auf. Die Erkrankung wird durch ein zoonotisches Pockenvirus verursacht und vermutlich durch Mücken übertragen. Der Patient entwickelte schmerzhafte Hautläsionen und kurzzeitiges Fieber und erholte sich unter unterstützender Therapie.
Erreger: Tana-Pocken-Virus (Pockenvirus)
Übertragung: Wahrscheinlich mechanisch durch Mücken (Kontakt mit infizierten Primaten)
Inkubationszeit: Unklar, vermutlich mehrere Tage
Symptome: Fieber, ein bis mehrere schmerzhafte Hautknoten/-läsionen
Komplikationen: Selten schwer, meist selbstlimitierend
Therapie: Keine spezifische Therapie, symptomatische Behandlung
Bewertung der Situation
Es handelt sich um ein seltenes zoonotisches Ereignis mit lokal begrenzter Übertragung in Wildtiergebieten. Für die allgemeine Bevölkerung besteht ein sehr geringes Risiko. Personen mit Aufenthalt in Naturreservaten haben ein leicht erhöhtes Expositionsrisiko. Auswirkungen auf Deutschland sind nicht zu erwarten.
Empfehlungen
Reisende: Konsequenter Mückenschutz, insbesondere bei Aufenthalten in Wildtiergebieten.
Unternehmen: Sensibilisierung von Mitarbeitenden bei Einsätzen in tropischen Regionen mit Tierkontakt. Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen.
Quelle der Meldung
Ähnliche Meldungen
Gesundheitsrisikobericht 2025 – Global Health Risk Map 2026
Globale Dynamiken, regionale Risiken und strategische Konsequenzen Executive Summary Die weltweite Gesundheitsrisikolage befindet sich in einer Phase grundlegender Umbrüche. Nach dem Abklingen der…
Wichtig12. Januar 2026Allgemeine Meldungen,Aktuelles aus der PraxisGlobal Health Risk Map 2026,Travel Risk Management,Auslandsentsendung,Reisemedizin
Denguefieber Malediven – Bericht des RKI
Das Robert Koch-Institut (RKI) berichtet seit Ende 2025 über einen deutlichen Anstieg importierter Denguefieberfälle nach Aufenthalten auf den Malediven. Auch andere EU-/EWR-Staaten melden vermehrt…
23. April 2026Allgemeine Meldungen,Dengue FieberAktuelle Epi-Lage,Impfung,arbeitsmedizinische Vorsorge,Travel Risk Management,Reisemedizin
Dengue-Fieber, Wallis und Futuna
Am 22. April 2026 wurde erstmals ein autochthoner Dengue-Fall auf der Insel Futuna bestätigt. Dengue ist eine durch Viren (Flaviviren) verursachte Erkrankung, die durch tagaktive Stechmücken der…
Gelbfieberausbruch Bolivien (Santa Cruz)
In der Provinz Cordillera (Departamento Santa Cruz, Bolivien) wurden vier bestätigte Gelbfieberfälle gemeldet, darunter drei Todesfälle, sowie 15 Verdachtsfälle. Gelbfieber ist eine virale…
Crimean-Congo hemorrhagic fever (CCHF) – Dhi Qar Governorate, Iraq
Im Gouvernement Dhi Qar wurden bis zum 12.04.2026 insgesamt 9 laborbestätigte Fälle von Krim-Kongo-Hämorrhagischem Fieber (CCHF) gemeldet, darunter 2 Todesfälle. Die Fälle zeigen eine lokale Häufung…
18. April 2026Aktuelle Epi-LageReisemedizin Augsburg Ingolstadt München,Travel Risk Management


