In Can Tho (Viet Nam) wurden drei Personen nach dem Verzehr einer Kugelfischsuppe hospitalisiert. Die Symptome traten etwa eine Stunde nach dem Essen auf und umfassten Taubheitsgefühle an Lippen, Zunge und Extremitäten. Alle Betroffenen wurden intensivmedizinisch behandelt und stabilisiert; Todesfälle traten nicht auf. Ursache ist Tetrodotoxin, ein starkes Nervengift, das natürlicherweise in Kugelfischen vorkommt und auch durch Kochen nicht zerstört wird.
Erreger/Gefahr: Tetrodotoxin (biologisches Nervengift)
Übertragung: Aufnahme über kontaminierte Lebensmittel (Kugelfisch)
Inkubationszeit: Minuten bis wenige Stunden
Symptome: Taubheit, Kribbeln, Muskelschwäche, Lähmungen
Komplikationen: Atemlähmung, Herzrhythmusstörungen, Tod
Therapie: Keine spezifische Antidot-Therapie; intensivmedizinische Unterstützung (v. a. Beatmung)
Bewertung der Situation
Es handelt sich um ein lokal begrenztes Lebensmittelvergiftungsereignis mit potenziell lebensbedrohlichem Verlauf. Das Risiko besteht insbesondere bei unsachgemäßer Zubereitung von Kugelfischen. Für Reisende ist das Risiko vermeidbar. Auswirkungen auf Deutschland sind nicht zu erwarten.
Empfehlungen
Reisende: Verzicht auf selbst gefangenen oder unsachgemäß zubereiteten Kugelfisch.
Unternehmen: Sensibilisierung von Mitarbeitenden für Lebensmittelrisiken in betroffenen Regionen.
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