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In Italien wurden zwischen dem 01.01. und 31.03.2026 insgesamt 113 importierte Dengue-Fälle registriert, nahezu doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum 2025. Alle Infektionen stehen im Zusammenhang mit Auslandsreisen, wobei 83 % der Fälle auf Aufenthalte auf den Malediven zurückzuführen sind. Todesfälle wurden nicht gemeldet. Eine lokale Übertragung innerhalb Italiens wurde bislang nicht festgestellt.

Erreger: Dengue-Virus (DENV, viral)

Übertragung: Stich infizierter Aedes-Mücken (v. a. Aedes albopictus)

Inkubationszeit: 4–10 Tage

Symptome: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Hautausschlag, retroorbitale Schmerzen

Komplikationen: Dengue-Hämorrhagisches Fieber, Dengue-Schock-Syndrom (selten)

Therapie: Symptomatische Behandlung (Flüssigkeit, Fiebersenkung), keine spezifische antivirale Therapie

Bewertung der Situation

Die hohe Zahl importierter Fälle zu Jahresbeginn stellt einen relevanten Risikofaktor für mögliche lokale Übertragungen dar, insbesondere mit Beginn der Mückensaison in den Sommermonaten. Die starke Konzentration der Infektionen auf ein Reiseziel deutet auf ein anhaltendes Ausbruchsgeschehen in den Malediven hin. Aufgrund etablierter Vektorpopulationen in Italien besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer autochthonen Transmission, wie bereits in den Vorjahren beobachtet. Aktuell bleibt das Risiko jedoch saisonal bedingt noch gering, dürfte aber in den kommenden Monaten ansteigen.

Empfehlungen

Reisende: Mückenschutzmaßnahmen (Repellentien, lange Kleidung, Moskitonetze) insbesondere bei Reisen in tropische Regionen konsequent anwenden; bei Fieber nach Rückkehr ärztliche Abklärung.
Unternehmen: Sensibilisierung reisender Mitarbeitender für Vektorinfektionen, Bereitstellung von Schutzmaßnahmen bei Dienstreisen in Risikogebiete, Monitoring von Gesundheitsrisiken bei Rückkehrenden. Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen.

Quelle der Meldung

Istituto Superiore di Sanità (ISS) / radiocor

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Dr. med Til Berger

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