Am 13.05.2026 bestätigte das Gesundheitsministerium von Connecticut den ersten Fall von Mpox Clade I im Bundesstaat. Die betroffene Person hatte zuvor eine Reise nach Westeuropa unternommen, wo derzeit ebenfalls Fälle von Mpox Clade I auftreten. Nach Angaben der Behörden handelt es sich um einen reiseassoziierten Einzelfall ohne aktuelles Risiko für die Allgemeinbevölkerung.
Seit November 2024 wurden in den USA mehr als 20 Fälle von Mpox Clade I registriert. Alle bisherigen Fälle standen im Zusammenhang mit internationalen Reisen oder engem Kontakt zu Reisenden aus betroffenen Regionen. Gesundheitsbehörden rufen gefährdete Personengruppen dazu auf, die vollständige Zwei-Dosen-Impfserie mit dem JYNNEOS-Impfstoff abzuschließen.
Erreger: Mpox-Virus Clade I (Orthopockenvirus).
Übertragung: Enger Haut-zu-Haut-Kontakt, Kontakt mit infektiösen Läsionen oder Körperflüssigkeiten, selten über kontaminierte Gegenstände oder respiratorische Sekrete bei engem Kontakt.
Inkubationszeit: Meist 5–21 Tage.
Symptome: Fieber, Lymphknotenschwellung, Kopf- und Muskelschmerzen sowie charakteristische Hautausschläge bzw. Pusteln.
Komplikationen: Schwere Verläufe insbesondere bei immungeschwächten Personen möglich; selten bakterielle Sekundärinfektionen oder Organbeteiligungen.
Therapie: Symptomatische Behandlung; in schweren Fällen antivirale Therapieoptionen möglich. Impfstoffe stehen für Risikogruppen zur Verfügung.
Bewertung der Situation
Das Risiko für die Allgemeinbevölkerung in Connecticut wird derzeit als niedrig eingeschätzt. Der Fall zeigt jedoch die fortgesetzte internationale Verbreitung von Mpox Clade I durch Reiseverkehr. Eine nachhaltige lokale Übertragung in den USA wurde bislang nicht festgestellt.
Für Reisende besteht insbesondere bei engem Körperkontakt in Risikosituationen ein moderates Risiko. Für Deutschland besteht aktuell kein direkt erhöhtes Risiko; importierte Einzelfälle bleiben jedoch möglich. Unternehmen mit international reisenden Mitarbeitenden sollten über bestehende Gesundheitsrisiken informiert bleiben.
Empfehlungen
Reisende: Enge Kontakte mit symptomatischen Personen vermeiden, auf Hygiene achten und bei Zugehörigkeit zu Risikogruppen Impfangebote prüfen. Bei Symptomen nach Reisen frühzeitig medizinische Abklärung veranlassen.
Unternehmen: Mitarbeitende mit internationaler Reisetätigkeit über Übertragungswege und Präventionsmaßnahmen informieren sowie Zugang zu medizinischer Beratung sicherstellen.
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