China meldete für den Zeitraum 01.–30.06.2026 insgesamt 79.000 laborbestätigte COVID-19-Fälle, darunter 130 schwere Erkrankungen und einen Todesfall. Gegenüber Mai 2026 entspricht dies einem Anstieg um das 3,6-Fache. Die Positivrate bei Patientinnen und Patienten mit grippeähnlichen Erkrankungen stieg Anfang Juli auf 11,9 %. Besonders betroffen sind die südlichen Provinzen. Genomsequenzierungen zeigen, dass nahezu alle Infektionen auf die Omikron-Subvariante NB.1.8.1 und deren Unterlinien zurückzuführen sind. Neue Virusvarianten mit erhöhtem Risiko wurden bislang nicht nachgewiesen.
Erreger: SARS-CoV-2, Omikron-Subvariante NB.1.8.1.
Übertragung: Vorwiegend durch Tröpfchen und Aerosole beim engen Kontakt mit infizierten Personen; Übertragungen sind auch vor Symptombeginn oder bei asymptomatischen Infektionen möglich.
Inkubationszeit: Meist 2–5 Tage.
Symptome: Halsschmerzen, Husten, Fieber, Schnupfen, Muskel- und Gliederschmerzen, gelegentlich Durchfall sowie Geruchs- oder Geschmacksverlust.
Komplikationen: Schwere Verläufe mit Pneumonie und Ateminsuffizienz treten vor allem bei älteren Menschen, immungeschwächten Personen und Menschen mit Vorerkrankungen auf.
Therapie: Symptomatische Behandlung; bei Risikopatienten frühzeitiger Einsatz antiviraler Medikamente möglich.
Bewertung der Situation
Die steigenden Fallzahlen entsprechen einer saisonalen, endemischen Sommerwelle und werden hauptsächlich auf nachlassende Bevölkerungsimmunität zurückgeführt. Trotz des deutlichen Anstiegs bleibt die Zahl schwerer Erkrankungen niedrig, und Hinweise auf eine Überlastung des Gesundheitssystems liegen nicht vor. Für die lokale Bevölkerung besteht insbesondere für ältere und vorerkrankte Personen ein erhöhtes Risiko. Für Reisende ist das Risiko derzeit gering bis moderat. Eine unmittelbare Gefahr für Deutschland besteht nicht, importierte Einzelfälle sind jedoch möglich. Unternehmen mit Mitarbeitenden in China sollten die Entwicklung insbesondere in den südlichen Provinzen beobachten.
Empfehlungen
Reisende: Eine reisemedizinische Beratung wird empfohlen. Bei Aufenthalten in dicht besuchten Innenräumen auf gute Händehygiene achten und bei Bedarf eine Maske tragen. Bei Symptomen Kontakte reduzieren und ärztliche Abklärung veranlassen. Besonders gefährdete Personen sollten vor Reiseantritt ihren COVID-19-Impfschutz überprüfen.
Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Mitarbeitende über die aktuelle epidemiologische Lage informieren, Hygienemaßnahmen und Lüftungskonzepte in Arbeitsbereichen fördern sowie klare Regelungen für den Umgang mit respiratorischen Symptomen und Erkrankungen etablieren.
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