Skip to main content

Bangladesch verzeichnet einen massiven Masernausbruch, der alle 64 Distrikte des Landes betrifft. Seit der Verschärfung der Überwachung am 15. März 2026 wurden 60.540 Verdachtsfälle und 8.329 laborbestätigte Fälle gemeldet. Insgesamt kam es zu 414 mutmaßlichen Todesfällen. Besonders kritisch ist die Lage für Kinder unter fünf Jahren, die 81 % der Erkrankten ausmachen. Die Region Dhaka ist mit über der Hälfte der nationalen Fallzahlen am stärksten betroffen.

Trotz nationaler Impfkampagne, bleibt die Übertragungsrate mit über 1.100 neuen Verdachtsfällen pro Tag extrem hoch. Das Gesundheitssystem ist massiv überlastet; seit Mitte März wurden über 47.500 Patienten stationär aufgenommen. Auch in den Flüchtlingslagern der Rohingya (Cox’s Bazar und Bhasan Char) wurden bereits hunderte Fälle gemeldet. Die hohe Übertragungsgeschwindigkeit deutet auf erhebliche Immunitätslücken in der Bevölkerung hin.

Empfehlungen für Reisende in der Region, Unternehmen

Impfschutz sicherstellen: Alle Reisenden und entsandten Mitarbeiter müssen zwingend über einen vollständigen, dokumentierten Impfschutz gegen Masern (mindestens zwei Impfdosen) verfügen.
Vorsichtsmaßnahmen vor Ort: Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr (Tröpfcheninfektion und Partikel in der Luft) sollten Menschenansammlungen in den betroffenen Gebieten, insbesondere in der Region Dhaka, gemieden werden.
Verhalten bei Symptomen: Bei Fieber, Husten oder dem typischen Hautausschlag ist sofortige medizinische Hilfe zu suchen und eine strikte Selbstisolation einzuhalten, um weitere Ansteckungen zu vermeiden.
Betriebliche Planung: Unternehmen sollten berücksichtigen, dass das lokale Gesundheitssystem überlastet ist. Eine medizinische Versorgung vor Ort kann im Notfall nur eingeschränkt möglich sein. Evakuierungspläne (MedEvac) sollten überprüft und Mitarbeiter, die mit Familie entsandt sind, über die Risiken und notwendige Vitamin-A-Supplementierung (bei Kindern) informiert werden.
Reisemanagement: Nicht zwingend notwendige Reisen in die betroffenen Gebiete sollten aufgrund der prekären Lage in den Krankenhäusern kritisch hinterfragt werden.

Quelle der Meldung

DGHS | UN | CBS

Ähnliche Meldungen

Dr. med Til Berger

Facharzt für Allgemeinmedizin
Betriebsmedizin
Flugmedizin
Diplom Tropenmedizin (BNI)

Bahnhofstraße 17
86551 Aichach

Sprechzeiten

  • Montag 08:30 Uhr – 12:00 Uhr und 13:00 Uhr – 16:00 Uhr
  • Dienstag 11:30 Uhr – 15:30 Uhr und 16:30 Uhr – 19:30 Uhr
  • Mittwoch 08:30 Uhr – 11:30 Uhr

Reisemedizinische Beratung und Reiseimpfungen

  • Reisemedizinische Beratung & Impfungen
  • Travel Risk Management/ Consulting
  • Gelbfieberimpfstelle
  • Malariaprophylaxe und -beratung
  • Beratung zu tropischen Infektionskrankheiten
  • Dengue Fieber / Dengue Impfung
  • Erstellung einer individuellen Reiseapotheke
  • Gesundheitsberatung für besondere Reisende
  • Tropentauglichkeit & Rückkehruntersuchung
  • Tauchtauglichkeitsuntersuchung (nach DGUV / GTÜM-Standard)
  • Höhenmedizinische Untersuchungen und Beratung
  • Tauglichkeit für Motorbootführerschein
  • Bescheinigungen & internationale Impfausweise
  • Beratung zur Gesundheitsinfrastruktur

Betriebsärztliche Betreuung

  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
  • Travel Risk Management (TRM)/ Consulting
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
  • Präventionsprogramme für Führungskräfte
  • Gesundheitsschutz bei Auslandentsendung
  • Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung
  • Regelmäßige Arbeitsschutz-Begehungen
  • Beratung zur Arbeitsplatzgestaltung
  • Allgemeine Betriebsärztliche Sprechstunde
  • Beratung bei Schwangerschaft gem. Mutterschutzgesetz
  • Beratung und Sprechstunde im Rahmen der Wiedereingliederung
  • Alle Arbeitsmedizinische Vorsorgen nach Anlässen
  • Eignungsuntersuchungen, z.B. Tauglichkeit bei Absturzgefährdung
  • Schwerer Atemschutz (Feuerwehr, ehemals G26.3)
  • Führerscheinuntersuchungen für LKW nach FeV
  • Vorsorge für „Weltwärts“ Entsandte
  • Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (GBU Psych)
  • Bildschirmarbeitsplatzvorsorge
  • Vorsorge bei Infektionsgefährdung gem. BioStoff Verordnung