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Im Umfeld des Frankfurter Flughafens wurden 2026 bislang acht Fälle von Malaria tropica bestätigt. Sechs Erkrankte arbeiteten am Flughafen; zwei weitere Personen aus dem Stadtteil Schwanheim hatten weder eine Reise in ein Malaria-Endemiegebiet unternommen noch am Flughafen gearbeitet. Eine dieser beiden Personen ist inzwischen verstorben. Insgesamt wurden drei Todesfälle gemeldet. Das Gesundheitsamt vermutet eingeschleppte infizierte Anopheles-Mücken als mögliche Ursache; der konkrete Übertragungsweg und ein Zusammenhang zwischen den Fällen werden noch untersucht.

Erreger: Plasmodium falciparum, Erreger der Malaria tropica.

Übertragung: Stich infizierter weiblicher Anopheles-Mücken; keine normale Mensch-zu-Mensch-Übertragung.

Inkubationszeit: Meist 7–15 Tage.

Symptome: Hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Krankheitsgefühl, ggf. gastrointestinale Beschwerden.

Komplikationen: Schwere Verläufe, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle, Organversagen und Tod.

Therapie: Rasche antiparasitäre Behandlung; je nach Verlauf oral oder intravenös.

Bewertung der Situation

Einheimische Bevölkerung: Gesundheitsamt bewertet das allgemeine Risiko als sehr gering; lokale Fälle ohne Reiseanamnese sind jedoch außergewöhnlich.

Reisende: Im direkten Flughafenumfeld besteht ein besonderes Augenmerk auf Mückenexposition.

Deutschland: Seltenes Ereignis; eine weitere lokale Übertragung wird untersucht.

Unternehmen: Besonders Flughafenbeschäftigte sollten bei unklarem Fieber an Malaria denken.

Empfehlungen

Reisende: Eine reisemedizinische Beratung wird empfohlen. Im Flughafenumfeld Repellentien und bedeckende Kleidung nutzen; bei Fieber ärztliche Abklärung veranlassen.

Unternehmen, die Mitarbeiter entsenden: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen. Beschäftigte über Mückenschutz und mögliche Symptome informieren.

Quelle der Meldung

Süddeutsche Zeitung

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Dr. med Til Berger

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