Auf Mayotte wurden seit Januar 2026 insgesamt 9 Mpox-Fälle bestätigt, darunter mehrere lokal übertragene Infektionen.
Erreger: Mpox-Virus (Orthopoxvirus).
Übertragung: Vor allem enger körperlicher Kontakt, insbesondere sexuelle Kontakte, sowie Kontakt mit infektiösen Hautläsionen oder Körperflüssigkeiten.
Symptome: Fieber, Lymphknotenschwellung, Hautausschlag mit Pusteln, allgemeines Krankheitsgefühl.
Komplikationen: Schwere Verläufe insbesondere bei immungeschwächten Personen möglich.
Therapie: Symptomatische Behandlung; gezielte Impfstrategien für Risikogruppen und Kontaktpersonen werden eingesetzt.
Bewertung der Situation
Die lokalen Übertragungen zeigen eine aktive Viruszirkulation. Aufgrund der Nähe zu Madagaskar und Komoren sowie intensiver regionaler Reisetätigkeit besteht ein erhöhtes Risiko weiterer importierter Fälle. Für die lokale Bevölkerung besteht ein moderates Infektionsrisiko, insbesondere in definierten Risikonetzwerken. Für Reisende ist das Risiko aktuell gering bis moderat, abhängig vom individuellen Kontaktverhalten. Für Deutschland besteht derzeit nur ein geringes Risiko importierter Einzelfälle. Unternehmen mit Personal vor Ort sollten mögliche Krankheitsausfälle berücksichtigen.
Empfehlungen
Reisende: Enge Hautkontakte mit symptomatischen Personen vermeiden, auf Hygiene achten, Impfberatung bei erhöhtem Risiko (Risikogruppen) wahrnehmen und bei Symptomen frühzeitig medizinische Hilfe aufsuchen.
Unternehmen: Vorsorge für Entsandte sicherstellen, Ggfs. Impfung ermöglichen, Zugang zu medizinischer Beratung sicherstellen und Präventionsmaßnahmen für exponierte Beschäftigte prüfen.
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