In Shymkent (Kasachstan) wurde bei einem 75-jährigen Mann eine Milzbrandinfektion bestätigt. Der Patient wurde am 17.02.2026 in ein Krankenhaus eingeliefert und wird behandelt. Die Infektion steht möglicherweise im Zusammenhang mit geschlachteten Rindern aus der Region Turkestan; eine mögliche Verteilung von Fleisch wird noch untersucht.
Erreger: Bacillus anthracis (Bakterium).
Übertragung: Kontakt mit infizierten Tieren oder Tierprodukten sowie Verzehr von kontaminiertem Fleisch; Eintritt über Hautverletzungen oder Schleimhäute. Auch Kontakt zu Produkten aus Leder kann ein Übertragungsweg sein.
Symptome: Hautgeschwüre mit schwarzem Schorf, Fieber, Schwäche; bei innerer Infektion Bauchbeschwerden oder Atemprobleme.
Komplikationen: Blutvergiftung und schwere Organinfektionen mit möglichem tödlichem Verlauf.
Therapie: Frühzeitige Behandlung mit Antibiotika meist wirksam.
Bewertung der Situation
In der Region besteht ein erhöhtes Risiko durch Viehhaltung und mögliche Tierinfektionen. Für Reisende ist das Risiko gering, insbesondere bei Vermeidung unsicherer Tierprodukte. Für Deutschland besteht kein direktes Risiko. Unternehmen mit Mitarbeitenden in Landwirtschaft oder Lebensmittelverarbeitung könnten betroffen sein.
Empfehlungen
Reisende: Kein rohes oder unzureichend gegartes Fleisch verzehren, Kontakt zu kranken Tieren vermeiden, bei Symptomen ärztliche Hilfe suchen.
Unternehmen: Arbeitsmedizinische Vorsorge sicherstellen, Mitarbeitende über Risiken informieren, Hygienemaßnahmen einhalten und sichere Lebensmittelversorgung gewährleisten.
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