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In London wurden acht bestätigte Fälle der Legionärskrankheit identifiziert, die alle denselben bakteriellen Sequenztyp aufweisen und mit Aufenthalten in Nordwest- und Südwest-London in Verbindung stehen. Weitere 13 Verdachtsfälle werden derzeit untersucht. Ein gemeinsamer Expositionsort konnte bislang nicht identifiziert werden, jedoch deutet die genetische Übereinstimmung auf eine gemeinsame Umweltquelle hin. Der Ausbruch tritt ungewöhnlich früh im Jahr auf, vor der typischen Saison (Sommermonate). Behörden haben umfassende Untersuchungen eingeleitet, einschließlich Inspektionen von Wassersystemen und Kühltürmen sowie präventiven Desinfektionsmaßnahmen.

Erreger: Legionella pneumophila (bakteriell)

Übertragung: Einatmen kontaminierter Aerosole (z. B. aus Kühltürmen, Duschen, Klimaanlagen)

Inkubationszeit: 2–10 Tage

Symptome: Fieber, Husten, Atemnot, Muskelschmerzen, ggf. Durchfall und Verwirrtheit

Komplikationen: Schwere Pneumonie, Organversagen, erhöhte Letalität bei Risikogruppen

Therapie: Antibiotika (z. B. Makrolide oder Fluorchinolone), ggf. intensivmedizinische Behandlung

Bewertung der Situation

Die identischen Erregersequenzen sprechen klar für eine gemeinsame Infektionsquelle, auch wenn diese bislang nicht lokalisiert werden konnte. Das frühe Auftreten im Jahr sowie die urbane Umgebung mit komplexen Wassersystemen erhöhen die Schwierigkeit der Eindämmung. Aufgrund der hohen Mobilität in London besteht ein gewisses Risiko für weitere Fälle auch außerhalb der Region. Insgesamt handelt es sich um einen relevanten lokalen Ausbruch mit moderatem Risiko für die Allgemeinbevölkerung, insbesondere für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Auswirkungen auf Deutschland sind derzeit gering, jedoch sind importierte Einzelfälle möglich.

Empfehlungen

Reisende: Auf Symptome nach Aufenthalt in London achten, insbesondere bei Risikogruppen; bei Beschwerden frühzeitig medizinische Abklärung.
Unternehmen: Überprüfung und Wartung von Wassersystemen und Kühltürmen, Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsstandards, Sensibilisierung von Mitarbeitenden mit Reisetätigkeit.

Quelle der Meldung

Daily Star / UK Health Security Agency

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Dr. med Til Berger

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