28. Juli – Gemeinsam gegen Hepatitis
Jedes Jahr am 28. Juli macht der Welt-Hepatitis-Tag auf die Bedeutung der Prävention, Früherkennung und Behandlung von Virushepatitis aufmerksam. Das deutsche Motto lautet 2026 „Lass uns Klartext reden. Hepatitis? Informier dich. Werde aktiv.“ Ziel ist es, Mythen abzubauen, über die verschiedenen Hepatitisformen aufzuklären und Betroffene vor Stigmatisierung zu schützen.
Hepatitis bezeichnet eine Entzündung der Leber, die durch die Viren Hepatitis A, B, C, D oder E verursacht werden kann. Obwohl alle dieselbe Organerkrankung auslösen, unterscheiden sie sich deutlich hinsichtlich Übertragungsweg, Krankheitsverlauf, Vorbeugung und Behandlung. Hepatitis A und E werden meist über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen, während Hepatitis B, C und D vor allem durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten weitergegeben werden. Hepatitis D tritt ausschließlich gemeinsam mit einer Hepatitis-B-Infektion auf.
Besonders problematisch ist, dass chronische Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Infektionen oft über Jahre keine oder nur unspezifische Beschwerden verursachen. Bleiben sie unerkannt, können schwere Folgeschäden wie Leberzirrhose oder Leberkrebs entstehen. Gleichzeitig stehen heute wirksame Schutzimpfungen gegen Hepatitis A und B sowie moderne Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Hepatitis C ist in den meisten Fällen sogar heilbar.
Weltweit lebten im Jahr 2024 rund 287 Millionen Menschen mit einer chronischen Hepatitis B oder C. Etwa 1,3 Millionen Menschen starben an den Folgen der Erkrankung. Der Welt-Hepatitis-Tag erinnert deshalb daran, dass Aufklärung, Testangebote und der rechtzeitige Zugang zu Prävention und Therapie entscheidend sind, um Virushepatitis bis 2030 wirksam einzudämmen.
Auch in der Reisemedizinischen Beratung spielt die Hepatitis eine wichtige Rolle, da Fernreisen in den allermeisten Fällen in Regionen führen, in denen wesentlich mehr Hepatitis-Infektionen vorkommen als in Deutschland.
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